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16. April 2009

Radwanderwege

Verkehrssicherung


Sehr geehrte Frau Kläver,


ich bitte Sie, folgenden Antrag zur Beschlussfassung auf die Tagesordnung des nächsten Bauausschusses am 28.04.09 zu setzen:


Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen beantragt, auf der K 10 (MS-Amelsbüren – Ottmarsbocholt) zwischen dem Beginn der Westrampe zur Brücke über die A 1 und der Stadtgrenze zu Münster eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h einzurichten und Warnhinweise auf Radfahrerverkehr zu installieren.


Begründung:

Die K 10 ist auf Sendener Ortsgebiet so schmal, dass auf eine Fahrbahnmarkierung in der Straßenmitte weitestgehend verzichtet wurde. Zwei LKW im Begegnungsverkehr müssen im Schritttempo nach rechts auf die Bankette ausweichen. Dennoch gibt es hier keinerlei Geschwindigkeitsbeschränkung, die Straße kann auf der ganzen Länge mit der höchstzulässigen Außerortsgeschwindigkeit von 100 km/h befahren werden (die hier häufig sogar deutlich überschritten wird). Im Bereich der Brücke über die

A 1 und der sich anschließenden 90-Grad-Kurve sind beidseitig direkt neben dem Rand des Asphalts Leitplanken installiert, die ein Ausweichen unmöglich machen.


An dieser engsten Stelle werden aus der Kreuzbauerschaft zur Überquerung der Autobahn zwei Radwanderwege (darunter die 100-Schlösser-Route) und zwei Wanderwege in die K 10 eingeleitet. Diese in allen einschlägigen Karten verzeichneten Tourenwege werden dann komplett durch die besagte enge 90-Grad-Kurve geführt und erst in deren Auslauf auf die dort einmündenden Nebenstraßen „Frieport“ und „Zum Klosterholz“ aufgeteilt; einer der Radwanderwege führt jedoch in Richtung Amelsbüren auf der K 10 weiter, die sich im übrigen erst ab dem Münsteraner Stadtgebiet sichtbar verbreitert. Konsequenterweise gibt es inmitten dieses Tourenwege-Knotenpunktes auch noch einen Wanderparkplatz mit entsprechendem zu- und abfließenden Verkehr und der ganze Bereich ist durch den an dieser Stelle dicht umgebenden Wald insbesondere während der Belaubungszeit deutlich abgeschattet.


Es wurden bei der untergeordneten K 10 die Rampen zur Autobahnbrücke relativ steil ausgeführt. Für den PKW-Verkehr ist das ohne Belang, Radfahrer dagegen fahren unter hohem Kraftaufwand meist ziemlich langsam hinauf, ältere Leute müssen absteigen und das Fahrrad hinauf schieben. Oben angekommen ist kein geschützter Raum zur Rast bei einer Fahrgeschwindigkeit des Autoverkehrs von 100 km/h.


Sind Personen auf der Brücke aus Richtung Ottmarsbocholt noch von weitem gut zu sehen, werden sie aufgrund der steilen Rampen für Kraftfahrer „unsichtbar“, sobald sie die Brücke nur wenige Meter verlassen haben. Noch deutlich gefährlicher stellt sich die Situation aus Richtung Amelsbüren dar: Direkt am Beginn der 90-Grad-Kurve (nach dem Passieren des o.a. Wegeknotens) befindet sich rechts und links Weideland, was Übersichtlichkeit vortäuscht. Ab Beginn der östlichen Rampe steht jedoch (noch in der Innenkurve) direkt hinter der Leitplanke hohes Buschwerk, das den Blick auf den weiteren Verlauf der Straße in Richtung Autobahnbrücke und auf die dortige aktuelle Verkehrslage verwehrt. Wenn sich dort auf der Rampe schiebende Radfahrer befinden und bei gleichzeitigem Gegenverkehr ein PKW mit Höchstgeschwindigkeit aus Richtung Amelsbüren kommt, kann es für eine Notbremsung zu spät sein (wobei auch ein mögliches „Ausbrechen“ des Fahrzeugs in der Kurve nicht unwahrsheinlich ist). Solche abrupten Bremsmanöver konnten in dieser Innenkurve schon oftmals beobachtet werden. Dass es bisher zu keinem Unfall mit ernsthaften Personenschaden gekommen ist muss als ein glücklicher Umstand gewertet werden.


Sofern die beantragte Geschwindigkeitsbeschränkung (z.B. aus verwaltungstechnischen Gründen) nicht zeitnah umgesetzt werden kann, soll zumindest die Aufstellung von Warnschildern bzgl. Radfahrerverkehr kurzfristig vor Beginn der Ausflugssaison erfolgen.

Mittelfristig soll nach Auffassung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen für diesen Bereich ein separater Radfahrweg eingerichtet werden.


Mit freundlichen Grüßen

Anneliese Pieper


BemerkungAntrag vom Kreis Coesfeld umgesetzt (siehe Fotos)



(Fotos vergrößern durch Klick aufs Bild)

Die im Antrag der Grünen angesprochenen Radwanderwege führen von links aus dem Wirtschaftsweg hinaus auf diese Brücke über die A 1. Gut erkennbar ist die ziemlich steile Rampe und die Unübersichtlichkeit der Situation auf und hinter der Brücke. Um so erfreulicher, dass durch die Beschränkung der Höchst- geschwindigkeit jetzt etwas mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger gegeben ist. (Fotos aufgenommen Anfang September 2009)