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24. Juni 2011

Digitale Bevormundung:

Wie Google, Facebook & Co das Internet manipulieren

Klicken Sie auf

http://www.zeit.de/2011/26/Internet-Surfverhalten-Filter

(Graphik: Blödmannsgehilfe, pixelio)

Neue Internetsuchmaschine:

Seit einiger Zeit gibt es eine neue (grüne) Internetsuchmaschine, mit der pro Suche 2 qm Regenwald zu retten ist.

Die Seite ist kostenlos und liefert genau so gute Suchergebnisse wie Google oder Yahoo.

Vielleicht möchten auch Sie ab jetzt Ecosia als Suchmaschine verwenden, damit noch mehr Regenwald geschützt werden kann? Wieviel Fläche schon unter Schutz gestellt werden konnte können Sie aktuell bei jedem Aufruf nachlesen.

Zum Aufruf einfach auf das obige Ecosia-Logo klicken.


 

 

12. Oktober 2010

Rechtsextreme im Internet

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1203
Datum: 11. Oktober 2010

Soziale Netzwerke gegen Neonazis im Web 2.0
Zur heute vorgestellten Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" des Internetportals "Netz gegen Nazis" der Zeit und der Amadeu Antonio Stiftung erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus:

Dass "Netz gegen Nazis" 20 kleine und große soziale Netzwerke dafür gewinnen konnte, sich mit der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" gegen Rechtsextremismus zu positionieren, begrüßen wir sehr. Die Unternehmen vermitteln damit ihren demokratischen Userinnen und Usern, dass sie auf ihrer Seite stehen. Sie setzen darüber hinaus ein klares Zeichen, dass die Freiheiten des Web 2.0 nicht für rassistische, homophobe oder gar holocaustleugnende Thesen missbraucht werden dürfen.

Mittels der so genannten Wortergreifungsstrategie versuchen Neonazis, Dominanz zu erringen und Räume für ihre menschenverachtenden Positionen zu erobern. Im Internet gelingt ihnen dies zunehmend. Initiativen wie "Soziale Netzwerke gegen Nazis" sind insofern auch ein wichtiger Beitrag gegen die Versuche von Rechtsextremen, sich als vermeintliche Tabubrecher und Verfechter der Meinungsfreiheit zu inszenieren.

Bedauernswert ist, dass sich Facebook als größtes soziales Netzwerk bisher nicht zu einer Beteiligung an der Kampagne durchringen konnte und obendrein einen mehrfach ausgezeichneten Anti-NPD-Blog gelöscht hat.

Mehr Informationen auf www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de

(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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21. November 2011

Die wundersame Wandlung der CDU

Und es ging ihnen ein Licht auf! (Foto: Uschi Dreiucker, pixelio)

 

Wer am Samstag, den 19.11.2011 die Zeitung aufschlug mochte seinen Augen kaum trauen. Da hatte doch tatsächlich die Sendener CDU einen Info- und Werbeabend für die Windkraft veranstaltet. Dieselbe CDU, die noch bis vor wenigen Monaten Windkraftanlagen für Senden in Bausch und Bogen verdammt und alle diesbezüglichen Anträge der GRÜNEN niedergestimmt hatte. Und es war auch diese CDU gewesen, die vor Jahren eine Höhenbegrenzung von insgesamt 100 Metern (bis zur obersten Rotorspitze) für Windräder im Gemeindegebiet festgelegt hatte. Das entsprach schon damals nicht mehr dem Stand der Technik und folgerichtig fand sich bis heute kein Investor für solche Mini-Anlagen, was wohl beabsichtigt war.


Aber neuerdings sind ja 180-Grad-Schwenks bei der CDU auf allen Ebenen sehr in Mode. Verkürzt kann man sagen: Die Politik von Frau Merkel ist ganz unten angekommen. Dass es bei solchen Pirouetten zwangsläufig einige Glaubwürdig- keitsprobleme gibt, wird anscheinend in Kauf genommen. Doch wird das staunende Publikum mit Sicherheit sehr darauf achten, ob den schönen Ankündigungen auch echte Taten folgen werden.


Natürlich begrüßen wir Grüne diese Ent- wicklung grundsätzlich. Oder, um ein altes Franz-Josef-Strauss-Zitat abzuwandeln: Uns kann es im Prinzip gleichgültig sein, wer unserer Politik letztendlich zum Durchbruch verhilft, Hauptsache es passiert. In diesem Sinne freuen wir uns auf harmonische Sitzungen zu diesem Thema im Rat und in den Ausschüssen. Willkommen im Club!


Erich Westendarp

 

 

 

2. Mai 2012

Energiewende - Alles nur heiße Luift ?

Fotomontage: Gerd Altmann, pixelio)


Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


Mitteilung Nr. 0393/12
Datum: 01.05.2012

Energiegipfel zeigt Merkels Ratlosigkeit


Zum Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:


Der Energiegipfel von Kanzlerin Merkel zeigt ihre ganze Ratlosigkeit. Eingeladen sind mit den großen Konzernen und den Netzbetreibern die Verlierer und Blockierer der Energiewende. Der 180 Grad Schwenk in der Energiepolitik erfolgte bisher nur in Worten. An allen wichtigen Baustellen herrscht Stillstand oder Rückschritt.

·         Energiesparen - seit einem Jahr keine Einigung zur energetischen Gebäudedämmung.

·         Energieeffizienz - die Bundesregierung blockiert verbindliche europäische Vorgaben.

·         Netzausbau - die Bundesregierung schaut der Investitionsblockade der Netzbetreiber tatenlos zu.

·         Erneuerbare - die Bundesregierung macht die deutsche Solarbranche platt und deindustrialisiert Ostdeutschland erneut.

Ein wirklicher Energiegipfel müsste sich diesen Themen stellen, müsste Handwerk, Stadtwerke und Erneuerbare mit einladen. Die einzigen, die zu Recht nicht eingeladen wurden, sind die Minister Röttgen und Rösler. Sie sind verantwortlich für steigende Strompreisen für die Verbraucher sowie für das Abwürgen der Erneuerbaren. Offensichtlich hat Merkel die künftige Rolle Norbert Röttgens als Oppositionsführer im Landtag von NRW schon antizipiert.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: http://twitter.com/#gruensprecher


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10. Januar 2012

Finanzkrise

(Graphik: Gerd Altmann, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0007
Datum: 10. Januar 2012

Wann lernen Merkozy endlich aus ihren Fehlern?

Angesichts des neuen Rekordwertes kurzfristiger Einlagen der Banken bei der EZB in Höhe von 482 Milliarden Euro erklärt Dr. Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik:

Der neue Rekordwert belegt die weitere Verschärfung der Finanzkrise und offenbart, dass zentrale politische Entscheidungen in Europa in den vergangenen Monaten falsch waren.

In der Vorwoche waren bereits die Forderungen an Kreditinstitute auf ein Allzeithoch von 864 Milliarden Euro gestiegen. Das zeigt, dass die Liquiditätssteuerung der Banken ausschließlich über die Notenbank passiert. Das Vertrauen in der Branche ist auf dem Tiefpunkt. Das hat nicht zuletzt mit dem Krisenmanagement selbst zu tun: Die Unsicherheit bezüglich der Kapitalerhöhung der Unicredit wäre vermeidbar gewesen, wenn man - vergleichbar dem US-amerikanischen Vorgehen bei TARP - die Großbanken in Europa zeitgleich zwangskapitalisiert hätte. Jetzt ist unklar, ob der italienischen Großbank die Kapitalerhöhung gelingt, die ihr durch die Europäische Bankenaufsicht quasi vorgegeben worden ist. Die Aktie musste vom Handel ausgesetzt werden. Wie soll so Vertrauen und Stabilität in Europa geschaffen werden?
Ähnliches gilt für Griechenland: Noch immer gibt es keine Klarheit über die Gläubigerbeteiligung. Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern ziehen sich hin, während der Internationale Währungsfonds offenbar massive Zweifel hat, dass die bislang angepeilte Gläubigerbeteiligung zur Stabilisierung der staatlichen Schuldensituation ausreicht. Der Ansatz, die Gläubigerbeteiligung über Verhandlungen mit den Gläubigern zu realisieren, schafft nun bereits seit über einem halben Jahr zusätzliche Unsicherheit. Diese wäre bei einer Gläubigerbeteiligung über Rückkauf der Anleihen am Markt vermeidbar gewesen.

Drittes aktuelles Beispiel ist die Unsicherheit über die Hebelung der EFSF, bei der Finanzminister Schäuble jetzt Schwierigkeiten einräumt. Diese Unsicherheit ist darauf zurückzuführen, dass die beste Lösung, nämlich die Nutzung von EZB-Liquidität über eine Banklizenz der EFSF, von Deutschland verhindert wurde.

Das Krisenmanagement ist seit Ausbruch der Krise Teil des Problems statt Teil der Lösung. Für eine umfassende Stabilisierung der europäischen Finanzmärkte braucht es dringend ein Umsteuern. Die Staats- und Regierungschefs müssen aus den Fehlern lernen und viel stärker schnelle und klare Fakten schaffen, als bewusst monatelange Phasen der Unsicherheit zu erzeugen und dann den Vertrauensverlust zu beklagen.

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18. November 2011

Neo-Nazi-Morde

(Foto: Martin Müller, pixelio)

 

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

 


NR. 1036
Datum: 17. November 2011

 

 


Aufklärung von Neo-Nazi-Terror: Strukturdefizite angehen


Zur aktuellen Diskussion über die rechtsterroristische Mordserie erklären Wolfgang Wieland, Obmann im Innenausschuss, und Konstantin von Notz, Sprecher für Innenpolitikr:

Die Diskussion um die Konsequenzen des Rechtsextremismus droht, in die völlig falsche Richtung zu laufen. Eine Erweiterung von Dateien, neue Datensammlungen und perfektionierte IT lösen nicht das Grundproblem, und das liegt nach jetzigem Stand der Erkenntnisse in der Bewertung von Informationen, im fehlenden Nachhaken und in der unzureichenden Nutzung schon bestehender Möglichkeiten zur Vernetzung. Diese gravierenden Einschätzungsfehler von Polizei und Nachrichtendiensten in Bund und Ländern müssen sofort restlos aufgeklärt werden. Es braucht nicht neue Datensammlungen und mehr Information, sondern eine Analyse, die alle Möglichkeiten in den Blick nimmt.


Es gilt, die institutionellen Defizite zu beheben, die dazu geführt haben, dass der Terrorismus von Rechts so lange unerkannt blieb. Dazu gehört in jedem Fall, dass wir neben der Berichterstattung in geheimen Gremien auch eine regelmäßige öffentliche Information von Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz an den Bundestag brauchen. Dazu gehört aber auch eine Reform des Verfassungsschutzes, die dafür sorgt, dass ein institutionelles Versagen, wie wir es erlebt haben, sich nicht wiederholen kann. Tabus darf es bei dieser Reform nicht geben.

Wir müssen wieder die Bekämpfung von neo-nazistischem Gedankengut als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken. Die entsprechenden Initiativen und Aktivitäten brauchen eine stabile und feste finanzielle Grundlage. Die umfassenden zivilgesellschaftlichen Beobachtungen und Erkenntnisse zur rechten Szene müssen endlich auch von den Sicherheitsbehörden als positive Ergänzung wahrgenommen und in ihre Arbeit einbezogen werden. Es hat sich gezeigt, dass neben der staatlichen Überwachung der Szene ein zivilgesellschaftliches Monitoring unabdingbar ist.


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21. März 2011

MAHNWACHEN zu Fukushima

(Fotomontage: Gerd Altmann, pixelio)


Am Sonntag, den 20.03.2011 und den folgenden beiden Sonntagen fanden MAHNWACHEN am Laurentiusbrunnen statt.

Das stille Gedenken an die Opfer der Katastrophen in Japan war für alle Teilnehmer ein sehr starkes emotionales Erlebnis.