Bestandsaufnahme zur Ökostromproduktion
Die vor wenigen Tagen von Wilhelm Kraneburg für die Kreistagsfraktion von B90/Die Grünen mit Hilfe der RWE- und Stadtwerke- Daten fertig gestellte Bestandsaufnahme zur Ökostromproduktion in allen Kommunen des Kreises führt in Senden zu folgendem Ergebnis:
Es wurden einerseits im Jahr 2008 insgesamt 71.3 Millionen kWh Strom im Gemeindegebiet verbraucht, andererseits wurden in zwei Biogasanlagen 4,2 Millionen kWh und mit Hilfe von 151 Fotovoltaikanlagen 1,1 Millionen kWh Ökostrom erzeugt, das entspricht einem Ökostromanteil von 7,47 %. Damit liegt Senden bei der regenerativen Stromerzeugung weit unter dem Kreisdurchschnitt, denn der liegt bereits bei 20,5% und auch unter dem Bundesdurchschnitt von 16%. Die regenerativsten Kommunen im Kreis sind übrigens Rosendahl und Billerbeck, sie erreichen schon 81 % und 41 % Ökostromanteil. Ohne die beiden Biogasanlagen sähe es in Senden in der Tat ganz trübe aus.
Der größte kommunale Stromverbraucher in Senden ist mit 1,1 Millionen kWh das Cabrio Bad. Es verschlingt fast drei Mal soviel Strom wie die gesamte Straßenbeleuchtung und mengenmäßig den gesamten in Senden produzierten Fotovoltaikstrom.
Auf die zu Ende gehende Wahlperiode zurückblickend, kommen wir Grünen zu der Feststellung:
Senden ist noch meilenweit entfernt von energetischer Selbstversorgung. Die Gemeinde hat beim Ausbau erneuerbarer Energien und damit beim Klimaschutz in den letzten Jahren deutlich zu wenig getan und deshalb einen großen Nachholbedarf. Wegen der von der CDU Mehrheitsfraktion auf 100 Meter festgelegten Höhenbegrenzung drehen sich in Senden keine Windräder. Solare Erwärmung des Duschwassers und Fotovoltaikanlagen scheitern seit Jahren an der CDU Blockade. Selbst BM Holz hat sich noch in jüngster Zeit geweigert, die Besitzer von großen Dächern, z.B. in Gewerbegebieten wegen Vermietung oder Eigeninstallation von Fotovoltaikanlagen anzuschreiben bzw. anzusprechen. Wir sind der Meinung, dass auch in Senden dringend ein Umdenken und eine Energiewende notwendig sind.
W. Kraneburg









































