Hier sind alle die Meldungen, die nicht mehr ganz aktuell aber dennoch weiterhin interessant sind, in der Ursprungsfassung und chronologisch grob sortiert.

Falls Sie nach einem ganz bestimmten Thema suchen können Sie im Register nachsehen. Dort finden Sie die Themenbereiche alphabetisch sortiert und innerhalb der Stichworte nach Datum.



2. Juni 2010

Google

Grüne wehren sich gegen Street View


Die Grünen in Senden haben einen Antrag eingebracht, im Rathaus einen Sammelwiderspruch gegen das Google-Projekt „Street View“ zu organisieren und einzureichen.

Derzeit werden in weiten Teilen Deutschlands Straßenansichten, Häuser, Gärten und Menschen für den Internetdienst „Google Streetview“ aufgenommen. Anschließend sollen diese Bilder im Internet veröffentlicht werden.

Google mag mit diesem kostenlosen Service für sich werben wollen. Uns erscheint der Preis zu hoch,“ so Anneliese Pieper, Fraktionsvorsitzende der Grünen, in einer Pressemitteilung. „Letztlich zahlen die Bürgerinnen und Bürger mit dem Eingriff in ihre Privatsphäre und dem millionenfachen Abbilden ihres persönlichen Umfelds im weltweiten Netz.“

Mit ihrem Antrag zu einem Sammelwiderspruch der Gemeinde wollen die Grünen den Bürgerinnen und Bürgern, die sich wehren wollen, in dieser Angelegenheit Hilfe anbieten.

Nach anhaltender Kritik gegen „Street View“ haben Bürgerinnen und Bürger in Deutschland – anders als in anderen Staaten – die Möglichkeit, schon vor einer Veröffentlichung der Bilder bei Google Einspruch anzumelden. Und Google hat zugesagt, „Street View“ in Deutschland erst dann zu starten, wenn die eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind. „Das sollten wir nutzen. Jeder kann nun individuell entscheiden, ob er oder sie das private Umfeld weltweit und unkontrolliert veröffentlicht sehen oder diesem Eingriff in die Persönlichkeitsrechte widersprechen möchte. Und ein Sammelwiderspruch macht´s leichter,“ so Anneliese Pieper.


Den Originalantrag finden Sie, wenn Sie hier anklicken.

(Foto: pixelio, Helmut Wegmann)



16. Dezember 2009

Skandal ! NRW-FDP lehnt Umsetzung der UN-Konvention ab!

(Sigrid Beer)


hier: Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen


PRESSEMITTEILUNG
256/09 Düsseldorf, 16. Dezember 2009



SPD und Grüne: Inklusion jetzt!

Zur heutigen Beratung zur sonderpädagogischen Förderung und Umsetzung der UN-Konvention in der Schule erklären die bildungspolitische Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, und die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Ute Schäfer:

"Es ist beschämend, dass die Mehrheit des Landtags es heute abgelehnt hat, die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Damit werden Kindern mit Behinderungen und deren Eltern fundamentale Rechte verweigert. NRW ist in Deutschland mit dieser Position völlig isoliert.

Grüne und SPD haben ihre Anträge zurückgestellt, um auf Bitten der CDU an einer Konsensfindung mitzuwirken. Das Ergebnis war ein Entwurf eines gemeinsamen Antrags, den alle drei Fraktionen mittragen konnten. Nur die FDP verweigerte sich der Gemeinsamkeit. Sie war weder bereit sich zum Ziel der Inklusion, wie sie die UN-Konvention beinhaltet, zu bekennen, noch mochte sie auf die Möglichkeit der Zwangszuweisung zu Förderschulen verzichten. Damit steht die FDP allein. Doch sie nimmt das Land in Geiselhaft, weil die CDU sich eher dem Koalitionspartner unterwirft, als die UN-Konvention umsetzen zu wollen.

Eltern müssen nun mühsam das Recht ihres Kindes auf Gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen vor Gericht durchboxen. Mit der UN-Konvention im Rücken haben sie dafür eine gute Grundlage. Der Landtag hat sie heute allein gelassen."

verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

 

Erinnert sei in diesem Zusammenhang an den Besuch von Barbara Steffens in Senden, bei dem die UN-Konvention Thema war.

Lesen Sie den Bericht vom letzten Sommer hier.




.

3. Juli 2009

Besuch bei der Lebenshilfe

 

Anlässlich einer Informationsveranstaltung der Grünen in Senden zur UN-Behindertenrechts- konvention besuchte die Referentin Barbara Steffens (MdL), stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, die Sendener Lebenshilfe. Sie wollte diese Einrichtung und ihre Angebote vor Ort kennenlernen und über die Möglichkeiten beraten, die sich aus der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ergeben. Mit Interesse informierte sie sich über die neu hinzugekommene Beratungsstelle, die als einen Schwerpunkt die Schulbegleitung hat. Dort sollen Fragen beantwortet und Hilfen aufgezeigt werden, den Gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern zu erleichtern, „ein Thema, das auch den Grünen schon lange am Herzen liegt“, versicherte Barbara Steffens.

 

Frau Steffens mit dem Bewohner Bernd Nickel
9. Februar 2010

Erneuerbare Energien

Röttgen täuscht!


PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0139
Datum: 9. Februar 2010

Entschleunigungs-Gesetz für Solarenergie

Anlässlich der Einigung der Koalitionsrunde zur Kürzung der Solarstromvergütung erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:

Die schwarz-gelbe Koalition opfert die Zukunft der deutschen Solarwirtschaft den Interessen der Atomkonzerne. Jetzt soll die zusätzliche Kürzung der Solarvergütung für Dachanlagen sogar 16 Prozent betragen und Freiflächenanlagen auf Äckern sollen sogar verboten werden.

Während Umweltminister Röttgen sich nach außen einen grünen Anstrich verpasst, macht er in der täglichen Praxis knallharte Politik gegen die Erneuerbaren Energien.

Dass die Vergütungsabsenkung zwei Monate später kommen soll als von Röttgen ursprünglich geplant, gibt Investoren und Händlern nur einen kurzfristigen Aufschub. Danach fallen sie in ein tiefes Loch. Den produzierenden Unternehmen helfen die zwei Monate Aufschub gar nicht.

Schwarz-Gelb betreibt hier eine gezielte Deindustraliesierungspolitik zulasten der deutschen Solarwirtschaft. Diese Politik wird vor allem den Effekt haben, dass die deutsche Solarwirtschaft von der Konkurrenz aus China verdrängt wird.

Bei der bevorstehenden Solar-Gesetzesnovelle handelt es sich um nichts anderes als ein Wachstumsentschleunigungs-Gesetz für die Solarenergie. Minister Röttgen redet viel vom Ausbau Erneuerbarer Energien. In Wirklichkeit bremst er sie aus.


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29. Januar 2010

Bundesumweltminister arbeitet kontraproduktiv!

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0087
Datum: 28. Januar 2010

Röttgen: Schöne Worte – keine Taten

Zur Verhandlung des Umweltetats im Haushaltsausschuss erklärt Sven-Christian Kindler, Berichterstatter für das Umweltministerium im Haushaltsausschuss:

Minister Röttgens schönen Worten folgen keine Taten. Die Bundesregierung hat die Bedeutung des Klimawandels immer noch nicht erkannt. Es gibt im Haushaltsentwurf einige gute Ansätze, die gehen aber bei weitem nicht weit genug. Die Koalition hat heute unsere Anträge zur Einrichtung eines Energiesparfonds, auf Erhöhung der Forschungsmittel für erneuerbare Energien und für die Auflage eines Bundesprogrammes Biologische Vielfalt abgelehnt.

Das zeigt: Die Regierung nimmt den Klimaschutz nicht ernst, sondern sie betreibt nur Greenwashing. Das beste Beispiel dafür ist die Kürzung der Forschungsförderung im Bereich Photovoltaik, die um fast ein Viertel von 32,5 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro abgesenkt wird. Gerade angesichts der Planungen für eine drastische Absenkung der Einspeisevergütung ist eine intensive Forschung umso wichtiger. Die Forschungsausgaben für die Photovoltaik müssen deutlich erhöht werden, damit die Innovationsfähigkeit der Solarunternehmen verbessert werden kann und die Kosten schneller sinken können.


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29. Januar 2010

Atomkraftwerke - Laufzeitverlängerung

(Foto: pixelio, Jürgen Nie)


PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0083
Datum: 28. Januar 2010

Laufzeiten: Schwarz-Gelb auf Kollisionskurs mit Grundrechten

Anlässlich des heute von der Deutschen Umwelthilfe vorgestellten Rechtsgutachtens zur Verfassungswidrigkeit geplanter Laufzeitverlängerungen erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Wir teilen die Auffassung der Deutschen Umwelthilfe, dass es angesichts der ungelösten Endlagerfrage keine Laufzeitverlängerungen geben darf.

Schwarz-Gelb opfert eine der Kernaufgaben der Regierung, nämlich die Pflicht, Leben und körperliche Unversehrtheit der Bevölkerung zu schützen, den Profitinteressen der Energiekonzerne. Statt im Interesse der Bevölkerung nach der bestmöglichen Lösung für den gefährlichen Atommüll zu suchen, soll noch mehr davon angehäuft werden.

Derartiges Regierungshandeln ist völlig verantwortungslos. Mit dem Atomkonsens aus dem Jahr 2000 wurde erstmals die Konsequenz aus der ungelösten Endlagerfrage gezogen. Er muss deshalb beibehalten werden. Es ist unverzüglich ein Gesetz für die Suche nach dem bestmöglichen Endlagerstandort in Deutschland vorzulegen.


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16. September 2009

Atomenergie

Geheime Studie

Skandal um Schavan

Atomkraft: Für die einen ist sie das Nonplusultra, für andere der Ausstieg aus ihr unumkehrbar. Nun sorgt ein Konzept für Aufregung, das Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Auftrag gegeben hat und in dem Forscher den Bau neuer Atomkraftwerke anregen.

Lesen Sie mehr unter:

http://www.dradio.de/

dlf/sendungen/forschak/

1035117/

Gesellschaft

Die neue Bürgerlichkeit?


Über den Versuch, einen schwarz-gelben Zeitgeist zu kreieren.


http://www.zeit.de

/gesellschaft

/zeitgeschehen/2009-11

/schwarzgelb-zeitgeist

 


10. Februar 2010

Kapitalmarktumsätze immer noch steuerfrei

PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0137
Datum: 9. Februar 2010

Finanzumsatzsteuer: Schäuble irrt

Zur Äußerung von Finanzminister Schäuble, die Finanzmarktsteuer sei tot, erklärt Dr. Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik:

Die Finanzumsatzsteuer ist zwar von der Koalition unerwünscht, tot ist dieses Konzept aber nicht. Im Gegenteil: Es findet breite und wachsende Unterstützung in der Gesellschaft. Es ist nicht einzusehen, warum bei jedem Brötchen Umsatzsteuer erhoben wird, nicht aber beim Handel von Derivaten. Die Äußerung von Finanzminister Schäuble zeigt nur, dass die CDU eine solche Steuer nie wirklich wollte, sondern nur aus wahltaktischen Gründen so getan hat. 

Richtig ist, dass es eine internationale Vereinbarung für eine Finanzumsatzsteuer nicht geben wird. Das war immer illusorisch. Deswegen haben wir immer eine europäische Lösung vorgeschlagen. Die Konsequenz aus der Tatsache, dass die USA nicht auf eine Finanzumsatzsteuer setzen, ist also nicht, das Konzept für tot zu erklären, sondern es auf europäischer Ebene energisch voranzutreiben. Das muss Herr Schäuble nun tun. Die Finanzumsatzsteuer sollte in Europa eingeführt werden, um endlich dafür zu sorgen, dass die Finanzbranche auch zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben herangezogen werden kann.

Eine Sonderabgabe für Banken macht eine Finanzumsatzsteuer, anders als Schäuble es darstellt, nicht überflüssig. Die Sonderabgabe soll als einmalige Abgabe spezifisch die Kosten der Bankenrettung den Verursachern anlasten. Dazu sollte Herr Schäuble endlich ein Konzept vorlegen. Darüber hinaus bleibt eine Finanzumsatzsteuer als dauerhafte Lösung nötig. Angesichts des dramatischen Anstiegs der Verschuldung der europäischen Staaten und zusätzlicher globaler Aufgaben bei der Entwicklungsfinanzierung sowie für den internationalen Klimaschutz ist es unverantwortlich, aus ideologischen Gründen eine solche Finanzierungsmöglichkeit auszuschließen.

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16. Mai 2011

Senden: Ratsfraktion mit neuen Anträgen

 

Senden, 16. Mai und 30. Juni 2011

 

In diesem Jahr wird erst Ende Mai der Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr verabschiedet. Die Gründe dafür liegen nicht in Senden sondern in Düsseldorf, wo es seit der Landtagswahl ständig Reibereien zwischen Regierung und Opposition wegen des Landeshaushalts gibt.

 

Die Sendener Fraktion der GRÜNEN hat nunmehr drei Anträge gestellt. Hierbei geht es erstens um den Arbeitskreis "Demografischer Wandel"

(Originaltext hier anklicken)

Zum zweiten wurde beantragt, die Versorgung gemeindeeigener Bauten auf  Erneuerbare Energien umzustellen

(Klick hier)

Der dritte Antrag schließlich beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für die Errichtung von Windkraft- anlagen im Gemeinde- gebiet. Da aber die Verwaltung zwischenzeitlich bereits in Sondierungs- gespräche bzgl. des neuen Gebietsentwicklungsplans eingestiegen war, wurde der GRÜNE-Antrag bis zum Termin der nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungs- ausschusses verschoben. Daher erfolgt die Veröffentlichung jetzt (Ende Juni) mit entsprechender zeitlicher Verzögerung. Sehen Sie im folgenden die Pressemitteilung hierzu:

 

30. Juni 2011

Auf dem Weg zur Windkraft (natürlich mit dem Fahrrad):

(Foto: Luise, pixelio . . Klick+)

 

Pressemitteilung


Zur Vorbereitung des Gemeindeentwick-lungsausschusses trifft sich die Gesamtfraktion von Bündnis 90/Die Grünen am Montag, den 4.7. um 19 Uhr im Treffpunkt (Besprechungszimmer).

 

Im Mittelpunkt der Beratung steht der Antrag der Grünen zum Regionalplanentwurf, zu dem die Gemeindepolitik ihre Stellungnahme abzugeben hat (WN berichteten).

 

Dabei geht es um die Ausweisung von Eignungsflächen zur Windkraftnutzung, wobei die Grünen die Auffassung vertreten, dass diese Feststellungen in die Verantwortung der Gemeinde gehören, die bessere Kenntnisse über die Situation vor Ort und den besseren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern hat, als die Bezirksregierung.

 

Rechtliche Einschränkungen sehen sie nicht, zumal außer den Bezirksregierungen Münster und Arnsberg die anderen drei Regierungspräsidenten in NWR die Ausweisung von Gebieten zur Nutzung der Windenergie den Kommunen überlassen.

 

Mit der Zuständigkeit der Kommunen verbindet die grüne Fraktion, dass die Nutzung der Windkraft auf geeigneten Gebieten im Einverständnis mit den Bürgerinnen und Bürgern, die im Umfeld leben, einhergehen muss und dass diese am finanziellen Nutzen beteiligt werden.

 

Den Originalantrag können Sie lesen, wenn Sie auf diesen Text klicken.

____________________

 

Letzte Meldung:

Es wurde mehrheitlich beschlossen, dass die Gemeinde im Sinne des grünen Antrages mit dem RP verhandeln wird.

 

 

Erneuerbare Energien für Senden

Um die Energie-Zukunft des Landes und der Region ging es am 2.05.2011 bei einem Abend mit Wibke Brems (MdL). Einen ausführlichen Bericht finden Sie, indem Sie auf das Bild klicken.

(Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, pixelio)

Bundesverdienstkreuz für Winni Nachtwei

Für sein langjähriges friedenspolitisches Engagement wurde dem ehemaligen münsterschen Bundestagsabgeordneten das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Eine Stellungnahme der Fraktionsspitzen von Bündnis 90/Die Grünen können sie lesen, wenn Sie auf diesen Text klicken.


Weitere persönliche Informationen auch unter

www.nachtwei.de


20. Februar 2010

Strompreise

(Foto: pixelio, Jurec)


Zum wiederholten Male behaupten die Stromkonzerne, die Einspeisung erneuerbarer Energien sei schuld an Strompreiserhöhungen.

Bitte lesen Sie hierzu die PRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion.


Nachtrag:  Auf der jüngsten Bilanzpressekonferenz im April 2010 hat RWE bekanntgegeben, dass die Gewinne auf ein neues Rekordhoch angestiegen seien. Grund hierfür seien insbesondere "die guten Margen beim Stromverkauf" !!



22. Oktober 2009

Dezentrale Energieversorgung:

Kraft-Wärme-Kopplung      -

Blockheizkraftwerk für jedermann


Beim Klick auf den unten- stehenden Link finden Sie zunächst die Einladung zu einer Pressekonferenz am 26.10.2009 im Düsseldorfer Landtag zu dieser Thematik. Da aber in dem Anhang die Technik und Organisation für "Zuhause-Kraftwerke" ausführlich dargestellt wird, möchten wir diesen Text allen Interessierten (z.B. Bauherren, Vermietern, Gebäudemodernisierern usw.) zur Kenntnis bringen.


Alles Wissenswerte finden Sie hier.

Bei konventionellen Kraftwerken wird die Abwärme nutzlos als Wasserdampf in die Luft entlassen. (Foto: pixelio, Stephan-A. Lütgert. - Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Eneuerbare Energie nutzen -

Welche Kommune kann´s am besten?


Mit einem Antrag wollte Dr. Wilhelm Kraneburg die Verwaltung im Kreis Coesfeld veranlassen festzustellen, welche Kommune im Kreis Coesfeld die höchste Steigerungsrate in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen pro Einwohner vorweisen kann.

Seine Begründung: In Deutschland gibt es bereits Landkreise und zahlreiche Kommunen, die sich zu einem hohen Grad mit selbst erzeugtem, regenerativem Strom versorgen können, und diese wurden für ihre Initiativen zum Teil auch mit Fördermitteln der Landesregierung ausgezeichnet. Wie sich diese Entwicklung auch im Kreis Coesfeld darstellt, gilt es zu ermitteln.

Da der Umstieg auf CO2-freie Stromerzeugung aus Klimaschutzgründen in Zukunft absolute Priorität haben muss, bietet sich die Erfassung gerade dieses Parameters in besonderer Weise an, um diese Entwicklung zu erkennen und zu fördern. Dazu müssten jeder Kommune die Leistungen aus Windkraftanlagen, Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft zugeordnet werden. Durch diese relativ einfache Verfahrensweise erhalten die Bürgerinnen und Bürger eine Standortorientierung, und es wird ein begrüßenswerter kommunaler Wettbewerb angestoßen.

Nachdem dieser Antrag von CDU, SPD und FDP im Kreistag abgelehnt wurde, hat Dr. Kraneburg die Angelegenheit nun selbst in die Hand genommen. Nach anfänglichen Widerständen ist es ihm gelungen, die Auskünfte direkt von der RWE zu bekommen.


Dr. Kraneburg hat die Auswertung inzwischen abgeschlossen. Eine Zusammenfassung finden Sie direkt im Anschluss.

 

28. August 2009

Bestandsaufnahme zur Ökostromproduktion


Die  vor wenigen Tagen von Wilhelm Kraneburg für die Kreistagsfraktion von B90/Die Grünen mit Hilfe der RWE- und Stadtwerke- Daten fertig gestellte Bestandsaufnahme zur Ökostromproduktion in allen Kommunen des Kreises führt in Senden zu folgendem Ergebnis:

Es wurden einerseits im Jahr 2008 insgesamt 71.3 Millionen kWh Strom im Gemeindegebiet verbraucht, andererseits wurden in zwei Biogasanlagen 4,2 Millionen kWh und mit Hilfe von 151 Fotovoltaikanlagen 1,1 Millionen kWh Ökostrom erzeugt, das entspricht einem Ökostromanteil von 7,47 %. Damit liegt Senden  bei der regenerativen Stromerzeugung weit unter dem Kreisdurchschnitt, denn der liegt bereits bei 20,5% und auch unter dem Bundesdurchschnitt von 16%. Die regenerativsten Kommunen im Kreis sind übrigens Rosendahl und Billerbeck, sie erreichen schon 81 % und 41 % Ökostromanteil. Ohne die beiden Biogasanlagen sähe es in Senden in der Tat ganz trübe aus.

Der größte kommunale Stromverbraucher in Senden ist mit 1,1 Millionen kWh das Cabrio Bad. Es verschlingt fast drei Mal soviel Strom wie die gesamte Straßenbeleuchtung und mengenmäßig den gesamten in Senden produzierten Fotovoltaikstrom.

Auf die zu Ende gehende Wahlperiode zurückblickend, kommen wir Grünen zu der Feststellung:

Senden ist noch meilenweit entfernt von energetischer Selbstversorgung. Die Gemeinde hat beim Ausbau erneuerbarer Energien und damit beim Klimaschutz in den letzten Jahren deutlich zu wenig getan und deshalb einen großen Nachholbedarf.   Wegen der von der CDU Mehrheitsfraktion auf 100 Meter festgelegten Höhenbegrenzung  drehen sich in Senden keine Windräder. Solare Erwärmung des Duschwassers und Fotovoltaikanlagen scheitern seit Jahren an der CDU Blockade. Selbst BM Holz hat sich noch in jüngster Zeit geweigert, die Besitzer  von großen Dächern, z.B. in Gewerbegebieten wegen Vermietung oder Eigeninstallation von Fotovoltaikanlagen anzuschreiben bzw. anzusprechen. Wir sind der Meinung, dass auch in Senden dringend ein Umdenken und eine Energiewende notwendig sind.


W. Kraneburg



25. Juni 2009

Sollen die Poller weg?

Anlass war die Kollision einer Fraktionkollegin auf Ihrem Fahrrad mit einem Poller auf einem Weg vor der Steverhalle. Das veranlasste die Grüne Fraktion im Sendener Gemeinderat darauf hinzuweisen, dass diese Pflöcke im Dunkeln ein Sicherheitsrisiko für Fußgänger/innen und Radfahrer/innen sind. Sie regten an, die Poller auf Sendens Straßen, Plätzen und Wegen zu untersuchen, ob sie der Verkehrssicherheit dienen bzw. diese eher gefährden, und Maßnahmen dagegen zu ergreifen

Die Debatte im Rat zeigte, dass auch Anderen solche "Begegnungen" mit den Pollern nicht fremd sind und Handlungsbedarf besteht. "Reißt die Dinger doch ab", war der weitestgehende Vorschlag, der u.a. im nächsten Bauausschuss beraten werden soll. Dazu wird die Verwaltung die Poller, die in der Gemeinde aufgestellt sind und deren Beschaffenheit auflisten, um das weitere Vorgehen zu beraten.

2. April 2012

Unser Direktkandidat kommt aus Senden !

Philipp Scholz

kandidiert direkt für den Wahlkreis 80 - südlicher Kreis Coesfeld - . Er wohnt seit 1971 in Senden und ist Gründungsmitglied des grünen Ortsverbandes. Daher kennt er die Bedürfnisse insbesondere der Sendener Bürgerinnen und Bürger aus erster Hand. Als Stadt- und Raumplaner möchte er sich vor allem um die ökologische Fortentwicklung unserer Lebensumgebung kümmern. 

Frischer Wind mit einem frischen dynamischen Kandidaten.

 

Die Kurzbewerbung von Philipp Scholz können Sie sehen, wenn Sie auf diesen Text klicken.

Wer es gern ausführlicher möchte klickt auf den folgenden Link:

www.ph-scholz.de

 

8. März 2011

Internationaler Frauentag

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


NR. 0211
Datum: 7. März 2011


100 Jahre Frauentag – Gesetzlicher Rahmen statt warme Worte



Anlässlich des 100. Internationalen Frauentages am 8. März 2011 erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Frauenpolitik:


Am 100. Internationalen Frauentag blicken wir zurück auf ein Jahrhundert des Kampfes für mehr Rechte für Frauen. Wir haben viel erreicht, doch es liegt noch ein langer Weg vor uns. Denn echte Gleichberechtigung ist noch lange nicht geschafft. Ungerechtigkeiten erstrecken sich vom Zugang zu Führungspositionen, wo Frauen auf der Karriereleiter nicht vorankommen bis zum Niedriglohnsektor, in dem vor allem Frauen tätig sind.


Das musste auch Angela Merkel einräumen, die sich anlässlich des 100. Internationalen Frauentages in einer Video-Botschaft an die Menschen im Land wandte. Sie stellte fest, dass Deutschland bei Frauen in Führungspositionen im Ländervergleich sehr schlecht abschneidet. Ebenso gestand sie ein, dass die freiwillige Selbstverpflichtung zwischen Wirtschaft und Politik gescheitert ist.  

Nun will Merkel "zielorientierte Gespräche" mit der Wirtschaft führen und glaubt, so die Probleme lösen zu können. 

Nach fruchtlosen Versuchen, den Frauenanteil durch freiwillige Selbstverpflichtungen zu erhöhen, muss die Politik endlich entschlossen handeln. Offensichtlich ist: Ohne gesetzliche Regelungen wird sich für die Frauen in Deutschland nichts ändern. Wir brauchen ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft, eine verbindliche Quote für Aufsichtsräte und Vorstände, gleichen Lohn für gleiche Arbeit und einen flächendeckenden Mindestlohn. Die Zeit drängt. Vom Internationalen Frauentag 2011 muss ein deutliches Signal ausgehen.

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21. Dezember 2010

Regenerative Energien für Senden im Umweltausschuss am 7.12.2010

Saubere Energie (Fotomontage: mieter, pixelio . . . . . Klick+)


Es ist traurige Wahrheit, dass die Gemeinde Senden bei der Erschließung und Nutzung eigener Energiequellen (sog. "Energieautarkie") nur einen der hinteren Plätze im Kreis Coesfeld einnimmt. Wie diese Situation verbessert werden kann, sollte nach einem Antrag der GRÜNEN-Senden in der Sitzung des Umweltausschusses am 7.12.2010 behandelt werden. Hierzu sollte auch die Projektgruppe "Regenerative Energien" der Jahrgangsstufe 9 am Joseph-Haydn-Gymnasium eingeladen werden, die für ihre bisherige Arbeit schon einen Förderpreis erhalten hat.

Für den kompletten Antragstext bitte hier anklicken


 - Wie nicht anders zu erwarten, wurde die Behandlung der Sachfrage vertagt und auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Auch die Jugendlichen bekamen keine Gelegenheit, ihr Projekt vorzustellen.



7. Mai 2010

Reiner Priggen in Senden

(Foto: Erich Westendarp)

Windkraft da wo sie gewünscht wird.“


Von Elke Preisinger


Ein voller Saal erwartete den grünen Landtagsabgeordneten Reiner Priggen am Mittwoch abend in der Gaststätte Söbbeke. Zum Thema "Windkraft fördern - nicht verhindern" hatten sich viele Unterstützer, aber auch einige Gegner eingefunden, die teils mit verständlichen Argumenten, aber leider auch Polemik versuchten, Priggen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch der gelernte Ingenieur war in seinem Element und schaffte es, nach seinem 40-minütigem Bild-Vortrag eine konstruktive Diskussion in Gange zu bringen.


Er gab den Anwohnern aus Schölling Recht, dass Windkraft-Anlagen nicht an Wohnhäuser grenzen dürften und forderte, dass die ausgewiesenen Vorrangflächen in Senden neu geprüft werden sollten: "Wo nichts passiert, macht so ein Gebiet keinen Sinn." Darüber hinaus entkräftete Priggen auch andere Einwände. So seien etwa die Off-Shore Anlagen im Meer keine Allheilmittel für Deutschland: "Sie sind mit viel Aufwand und laufenden Kosten verbunden, wie Kranschiffe und Übernachtungsmöglichkeiten". Außerdem verdienten daran nur große Firmen, nicht der Bürger vor Ort. "Entweder wir machen das auch, oder wir kaufen den Strom später wieder teuer ein. Solche Anlagen gehören dahin, wo man sie haben und auch Geld verdienen will", so Priggen, der sich sicher war, dass einige Bürger und Landwirte in Senden nichts gegen ein sicheres, umweltverträgliches Zusatzeinkommen hätten. Auch die Gemeindekasse würde von weiteren Gewerbesteuer-Einnahmen profitieren.


Daraufhin sprach ein Besucher ein anderes Problem an: "In Bösensell hätten wir schon längst eine Anlage, wenn die Höhenbegrenzung nicht wäre." Für Priggen ein bekanntes Problem: "Da sind wir in NRW zu restriktiv. Jeder Höhenmeter bringt etwa 1% mehr Leistung und aus der Entfernung sieht man sowieso keinen Unterschied zwischen 100 und 140 Metern. Wenn wir das nicht machen, werden andere Bundesländer das Geld verdienen." Es geht also auch darum, in Sachen Windkraft nicht den Anschluss an die Energieversorgung von morgen zu verpassen.


Eine E126 (200m hoch ,60m Flügellänge) könne fast 20 Tausend Elektroautos mit Strom versorgen. "Wenn man das hier selber machen könnte" schwärmte Priggen, für den die Windkraft mit ihren kürzeren Amortisationszeiten (4-7 Monate bei einer große Anlage) eine sich lohnende Investition für die Zukunft ist: sie sind gut für die Umwelt, fungieren als Job- und Wirtschaftsmotor und bieten, sofern sie als Bürgeranlage geplant sind, jedem die Chance, damit auch noch Geld zu verdienen.


So kam man am Ende des Abends zu folgendem Konsens: Windkraftanlagen in Senden ja, aber nicht dort, wo Anwohner sie nicht wollen.

20. Juli 2011

Und sie bewegt sich doch!

Zu der untenstehenden Mitteilung:

Zu einem Zeitpunkt, als halb NRW schon in Urlaub war, hat die CDU doch noch einem Schulkompromiss zugestimmt. Endlich geht es also weiter, muss man nicht mehr mit Blockadetricks rechnen.

21. Juni 2011

Schule NRW

Nur gemeinsam sind wir stark! (Foto: K.H.Laube, pixelio . . . . . Bilder vergrößern: Klick)

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
114/11 Düsseldorf, 20.06.2011

 

Beer: Absage der CDU ist vorgeschoben

 

 

Zur Absage der CDU sowohl an ein Schulkonsensgespräch mit allen fünf Fraktionen des Landtags als auch an ein Schulkonsensgespräch mit CDU, SPD und Grünen erklärt Sigrid Beer MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin:

 

Die hohen Tiere treffen sich zu einem Gespräch. Nur der schwarze Elefant kommt nicht, weil er Angst vor der roten Maus hat. Auf diesem Kindergartenniveau lässt sich das beschreiben, was die Kolleginnen und Kollegen von der CDU uns seit Sonntag vorführen.

 

Die Begründung der CDU für die abgesagte Teilnahme am Schulkonsensgespräch in der Staatskanzlei ist vorgeschoben. Zu mehreren Anlässen ist die CDU bereits gemeinsam mit der Linken Einladungen aus der Staatskanzlei gefolgt. Sie hat eine gemeinsame Erklärung zu Steinkohlesubventionen mit der Linken unterzeichnet und sich mit der Linken zusammengetan, wenn es um die Wahl des Landtagspräsidenten Uhlenberg, Parkausweise für Handwerker oder die Haushaltsmittel für die „Tatkraft“-Tour der Ministerpräsidentin ging.

 

Wenn die CDU nun die alte Kommunismusklaviatur spielt, zeigt das zweierlei: Sie hält sich mit protokollarischen Nickeligkeiten auf, statt mit uns in der Sache zu diskutieren. Und sie versucht auf diese Weise Zeit zu gewinnen, weil sie offenbar noch keine Grundsatzentscheidung darüber getroffen hat, ob sie überhaupt einen Schulkonsens für Nordrhein-Westfalen will.

 

Wir haben dafür kein Verständnis. Vor allem aber bezweifeln wir, dass die vielen Schulgemeinschaften, Eltern, Gemeinden und Fachverbände dafür Verständnis haben, die auf diesen Schulkonsens hoffen. Wir würden schon sehr gerne Mäuschen spielen, wenn sich die CDU-Bürgermeister bei Herrn Laumann melden, weil sie endlich eine Gemeinschaftsschule auf den Weg bringen wollen.

 

Für uns bleibt es dabei: Ein Schulkonsens, der auf Schulentwicklung vor Ort setzt und keine Schulform abschafft, wäre ein Durchbruch für Nordrhein-Westfalen. Wir würden diesen Konsens gerne gemeinsam mit der CDU finden. Die Tür für Gespräche steht jederzeit offen. Wenn die CDU nicht weiß, was sie politisch will, soll sie es einfach ehrlich zugeben.

________________________

verantwortlich:

Sebastian Schaffer

- Pressesprecher -

Tel.: 0211 884 2180

www.gruene.landtag.nrw.de

ZUKUNFT IST JETZT!



8. Dezember 2010

Neue PISA-Studie

(Foto: Günter Havlena, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1457
Datum: 7. Dezember 2010

Ein bisschen Licht, aber noch zu viel Schatten – Das deutsche Bildungssystem bleibt sozial ungerecht

Zu den heute veröffentlichten Ergebnisse der PISA-Studie 2009 erklärt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende, und Priska Hinz, bildungspolitische Sprecherin:

Die Verbesserung der Leistungen der Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich ist ermutigend. Zehn Jahre nach den ersten PISA-Ergebnissen zeigen die aktuellen Werte, dass das Bildungssystem Fortschritte macht und zu besseren Lernergebnissen führt. Es wurden nicht nur Schwächen erkannt, sondern auch Verbesserungen erarbeitet.

Wichtig ist, dass auch bisher Bildungsbenachteiligte von den Anstrengungen in Schulen profitiert haben. Nun dürfen Länder und Bund sich nicht ausruhen, sondern müssen ihre Anstrengungen intensivieren. Nach wie vor hängt der Bildungserfolg maßgeblich von der sozialen Herkunft ab. Ziel muss deshalb sein, die Hindernisse wegzuräumen, die Leistungsfähigkeit von gleichen Chancen in der Bildung trennen.

Schulen in schwierigem sozialen Umfeld brauchen besondere Unterstützung um ihre Aufgaben zu erfüllen. Nur wenn alle ihre Potenziale entfalten können, sind Herausforderungen wie demografischer Wandel und Fachkräftemangel zu meistern.

Deswegen setzen wir uns ein für ein gut ausgebautes und gut ausgestattetes Angebot in der frühkindlichen Bildung. Es müssen mehr Ganztagsschulen eingerichtet werden, damit alle Kinder von individueller Förderung und längerer Lernzeit profitieren können. Das Kooperationsverbot muss abgeschafft werden und durch eine Regelung ersetzt werden, die es Bund und Ländern möglich macht, ihre gesamtstaatliche Verantwortung für das Bildungssystem sinnvoll wahrzunehmen.

Schulen müssen kontinuierliche Rückmeldungen über ihre Leistungsfähigkeit, Stärken und Schwächen erhalten. Dazu müssen regelmäßige Evaluierungen des Unterrichts weiterentwickelt werden.

Lehrerinnen und Lehrer tragen die Hauptaufgabe bei der Reform. Ihre Aus- und Fortbildung muss verbessert und verstärkt werden. Sie brauchen Unterstützung durch Beratung und weitere Fachkräfte, wie z.B. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.

Die Bildungsinvestitionen müssen vom Bund und den Ländern verstärkt werden. Vom sieben Prozent Ziel sind wir noch weit entfernt, wie der jüngste Statistische Bericht aufzeigt.


© Bündnis 90/DieGrünen
Bundestagsfraktion


25. November 2010

Inklusive Bildung

Der Landtag in Düsseldorf (Foto. P.Sickau, pixelio)

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
197/10 Düsseldorf, 24. November 2010


Inklusion

Beer: Durchbruch und Aufbruch


Der Schulausschuss des Landtags hat heute den Antrag zur Umsetzung der UN-Konvention zur Inklusion beschlossen. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin Sigrid Beer MdL:


Der Durchbruch ist geschafft, der Landtag hat heute das lang ersehnte Startzeichen gegeben: NRW macht sich auf den Weg  zur Inklusion. Damit ist ein langer und teilweise mühseliger Diskussionsprozess erfolgreich zum Abschluss gekommen, der 2007 mit einem Antrag der Grünen begann. Ein daraus entwickelter gemeinsamer Antrag aller Fraktionen war im Dezember 2009 im letzten Moment am Veto der FDP gescheitert. Ich bedaure, dass die FDP auch heute nicht dabei war.


Die UN-Konvention spricht explizit vom Recht des Kindes auf inklusive Bildung. Dieses Recht soll auch in NRW Wirklichkeit werden. Das ist der Auftrag, dem sich heute der Landtag gestellt hat. Allein die FDP sprach sich ausdrücklich für eine Einschränkung dieses Rechts aus. Der Umsetzungsprozess betrifft alle Schulformen und stellt das Land und die Kommunen vor enorme Herausforderungen. Es ist gut, dass das Schulministerium jetzt zügig einen Inklusionsplan entwickelt, damit alle Beteiligten klare Rahmenbedingungen für den Aufbruch in die Inklusion erhalten. Ich bin sicher: Von einem inklusiven Bildungssystem profitieren alle Kinder – mit und ohne Behinderungen.“

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verantwortlich:

Sigrid Beer MdL

- parlamentarische Geschäftsführerin -

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24. April 2010

Schulsystem vor großen Umwandlungen

(v.l.n.r.: Sigrid Beer, Anneliese Pieper, Stefan Kohaus *)



Informationsabend der Sendener Grünen über gemeinsamen Unterricht (GU)


Trotz unterschiedlicher Auffassungen zum gemeinsamen Unterricht an Regelschulen für behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche waren sich wohl alle Anwesenden bei einer Veranstaltung der Grünen darin einig: Es braucht noch viele Informationen, pädagogische Konzepte, Fortbildung, Fördermittel, räumliche Angebote, damit der gemeinsame Unterricht (Inklusion) an Regelschulen als Rechtsanspruch gelingt, heißt es in einer Pressemitteilung des grünen Ortsverbands.


Sigrid Beer, Landtagsabgeordnete der Grünen NRW, wies darauf hin, dass nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechts- konvention der gemeinsame Unterricht Pflichtaufgabe ist und nicht mehr als freiwillige Leistung vom Land und vom Schulträger abgelehnt werden kann. Das bedeutet aber auch, dass die Umsetzung geregelt und gefördert werden muss. Im Grunde seien sich darin CDU, SPD und Grüne auch einig, nur gibt es bisher noch kein gemeinsames Konzept dazu. Es braucht einen Inklusionsplan, in dem die Umsetzungsstrategien, die personelle Ausstattung der Schulen, die Aus- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer usw. festgelegt sind. Auch muss die finanzielle Förderung mit den Kostenträgern Land, Kreis, LWL und Kommunen geklärt werden. Das deutsche Sonderschulsystem widerspricht den Richtlinien der EU, moniert wird die Zuweisung behinderter Schüler an Sondereinrichtungen. Während europaweit 85 Prozent der Schüler mit Behinderungen in Regelschulen unterrichtet werden und nur 15 Prozent in Sondereinrichtungen, ist das Verhältnis in der Bundesrepublik genau umgekehrt. Spätestens seit dem Gültigwerden der UN-Konvention erfordert dieser Umstand Veränderung und Umstellung auf gemeinsamen Unterricht, obwohl – so Sigrid Beer – aus ihrer Sicht für diesen Prozess mit einem Zeitraum von 10 Jahren gerechnet werden muss.


Die zahlreichen Diskussionsbeiträge und Forderungen bei der Veranstaltung machten deutlich, dass grundsätzlich noch Einstellungen, Widerstände und Unsicherheiten im Umgang mit Menschen mit Behinderungen verändert werden müssen, damit diese ihren gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft, im Arbeitsleben und eben auch in der Schule einnehmen können. Dafür muss sich das Schulsystem insgesamt und insbesondere für gehandikapte Schülerinnen und Schüler ändern. Gute Praxisbeispiele zeigen, dass nicht nur die Schüler mit Behinderungen vom gemeinsamen Unterricht profitieren, sondern auch die Schüler ohne Behinderung durch soziales Lernen und einem veränderten Unterricht gewinnen. Gemeinsamen Unterricht gibt es nicht zum Nulltarif. Lehrerinnen und Lehrer wie auch die Eltern und ihre Kinder müssen bei dieser gesellschaftlichen Aufgabe begleitet und ausreichend unterstützt werden. Keinesfalls darf Inklusion zum Sparen genutzt und notwendige Schulangebote aus Kostengründen eingeschränkt werden.




*) Stefan Kohaus ist der Grüne Direktkandidat für den hiesigen Wahlbezirk Coesfeld II



10. Februar 2010

Die Regelsätze für Kinder sind nicht begründet


Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
PRESSEMITTEILUNG
35/10 Düsseldorf, 09. Februar 2010

 

Urteil zu Hartz IV

Steffens: Laumann muss jetzt handeln!

Zur Entscheidung des Verfassungsgerichts, dass die Hartz IV-Regelsätzen für Kinder und Erwachsene verfassungswidrig sind, erklärt
Barbara Steffens MdL, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin:

„Nun ist  der Bundesregierung höchstrichterlich ins Stammbuch geschrieben worden, dass die Regelsätze rechtswidrig sind. Das war überfällig. Die Regelsätze müssen angehoben werden, damit Armut und Ausgrenzung beendet werden.

Für Kinder brauchen wir sofort eine eigene Regelsatzhöhe, die sich daran orientiert, was Kinder in unterschiedlichem Alter für ihre gesunde Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe benötigen.

Wir fordern Sozialminister Laumann auf, sich dafür einzusetzen,
dass als Sofortmaßnahme das Kindergeld nicht weiter auf den Regelsatz angerechnet wird. Außerdem muss die Gewährung zusätzlicher Leistungen in besonderen Not- und Lebenslagen sofort wieder möglich werden.

Wer jetzt nicht handelt, hat zu verantworten, dass ein großer Teil der Kinder in NRW weiterhin in Armut lebt.“

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

im Landtag Nordrhein-Westfalen

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Tel.: 0211 884 2180 - Fax.: 0211 884 2890

 

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26. April 2010

Workshop über Windenergie

(Foto: Erich Westendarp , . . . . . Klick +)



Neue Perspektiven



Am 21.4.2010 informierten sich die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen sowie weitere interessierte Mitglieder über Möglichkeiten, innerhalb des Gemeindegebietes von Senden trotz der bestehenden Hindernisse die Windkraft als alternative Energie nutzen zu können.


Dazu hatte die Fraktion einen Sachverständigen, Herrn Hardy Rohlfs, eingeladen. Er gab zunächst einen historischen Abriss über die Entwicklung der Windkraft in Senden und ging dann auf konkrete Möglichkeiten ein, diese auch in Senden zu installieren. -

Seit etwa 1996 gibt es einen Gebietsentwicklungsplan (GEP), in dem die Gemeinden die Möglichkeit hatten, sogenannte Windvorrangzonen für den Bau von Windenergieanlagen (WEA) festzulegen, um damit einem möglichen Wildwuchs von WEA´s entgegenzuwirken. Da eine Mehrheit in Senden gegen diese alternative Energiequelle eingestellt war, blieben bei der Suche nach solchen Gebieten letztlich nur zwei Zonen übrig und wurden auch noch durch eine Höhenbegrenzung von 100m unattraktiv gehalten.


Seit 2005 schreibt in diesem Zusammenhang der Windenergieerlass NRW vor, wie bei der Errichtung von WEA ´n mit anderen zu schützenden Gütern umgegangen werden muss. So ist z.B. beim Abstand zum nächsten Hof etwa das Dreifache des jeweiligen Rotordurchmessers einzuhalten. Als Ausgleich für die Flächeninanspruchnahme muss z.B. in der Regel eine Fläche von ca. 1,2 - 1,5 ha angeboten werden. Auch Erhebungen - etwa zum Vogelbestand in dem betroffenen Bereich - sind durchzuführen.


Viele der früher ins Feld geführten Gegenargumente können aufgrund der Weiterentwicklung der Anlagen heute entkräftet werden. So lässt sich ein auftretender Schlagschatten durch genaue Berechnungen vermeiden, indem während der in Frage kommenden Zeit (meist nur eine geringe Zeitspanne) die Windräder angehalten werden. Auch die nach oben gerichteten Signallampen wirken bei den neuen Anlagen nicht mehr störend. Bei vernünftiger Standortwahl und entsprechender Steuerung geht von Windenergieanlagen keine krank machende oder belästigende Wirkung aus.


Für Senden haben diese Neuerungen auch zur Folge, dass innerhalb des Gemeindegebietes zahlreiche neue Flächen gefunden werden können, die heutzutage allen Anforderungen an solche WEA´s gerecht werden. Schon drei moderne Anlagen würden in Senden ausreichen, um die Energieversorgung der gesamten Sendener Bevölkerung gewährleisten zu können. Die Grünen sind davon überzeugt, dass die Einrichtung solcher Anlagen auch in Senden in Zukunft ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung einer vernünftigen Energieversorgung sein wird und sein muss!


Übrigens: WEA erzeugen in ihrer etwa 20jährigen Nutzungsdauer durchschnittlich mehr als 50 mal so viel Energie, wie für ihren Bau eingesetzt wurde.


Rolf Wiederkehr

 


Lesen Sie zu diesem Thema auch den Kommentar ganz unten auf dieser Seite.



1. Februar 2010

CDU-Senden nicht zukunftsfähig!

(Foto: pixelio, Rainer Sturm)


Sogar Nachdenken wird verweigert.



Ein Kommentar



Man ist – mal wieder – versucht zu sagen: So sind sie eben, die Schwarzen! Gemeint ist natürlich die CDU-Fraktion im Sendener Gemeinderat. Nach nur noch knapp gewonnener absoluter Mehrheit tönten sie in Pressemitteilungen, sie seien sich der Verantwortung bewusst und versprachen dann artig, sich mit Augenmaß für die Belange aller Bürger der Gemeinde einzusetzen. Doch gleich beim ersten Antrag einer Oppositionspartei, Jahre alte Beschlüsse im Lichte neuer Entwicklungen zu überdenken, verfielen sie sofort wieder in ihr Uralt- schema: In Senden gibt es keinen Grund, irgend etwas zu ändern.


Es geht um die Windkraft, bekanntlich eine boomende Zukunftstechnologie, dabei aber schon etabliert und tausendfach bewährt. Vor ungefähr sieben Jahren hatte der Sendener Gemeinderat mit seiner CDU-Mehrheit beschlossen, auf dem Gemeindegebiet – und zwar exklusiv in der Bauerschaft Schölling - nur solche Windkraftanlagen zuzulassen, die in ihrer Gesamthöhe 100 Meter nicht überschreiten, was schon damals nicht mehr Stand der Technik war. Folgerichtig hat sich in dieser ganzen Zeit kein einziger Investor für diesen Standort gefunden.


Mit dem Ziel, diesen Zustand zu ändern und so mehr Selbstversorgung und weitere Steuereinnahmen für die Gemeinde zu ermöglichen hatten die Grünen den Antrag gestellt, diese alten Beschlüsse zu überprüfen. Dabei sollte in alle Richtungen nachgedacht werden, sowohl was die Höhenbegrenzung als auch den Standort angeht, wobei insbesondere anstelle eines Vorranggebietes die Realisierung einzelner Anlagen verteilt auf das gesamte Gemeindegebiet überprüft werden sollte. Wie gesagt, es sollte erst einmal nachgedacht werden – ergebnisoffen.


Aber anstatt nachzudenken, machte sich die CDU die Argumente einer kleinen Anti-Windkraft-Initiative aus der Bauerschaft Schölling zu eigen, bei deren Mitgliedern der Strom anscheinend aus der Steckdose kommt. Selbst wenn die „große Politik“ (gemeint war wohl die CDU/FDP- Landesregierung) das jetzt fördern sollte, in Senden würde Windkraft nicht gebraucht, jegliche Investition von „Gehirnschmalz“ mithin überflüssig.


Und da die Stever nicht genügend Wasser führt, um ein Großkraftwerk zu kühlen, besteht auch keine Gefahr, dass wir eventuell so etwas hier hin bekommen. Ist ja auch in Datteln viel besser aufgehoben, zumal der Herr Rüttgers extra dafür das Ziel des Klimaschutzes aus dem Landesentwicklungsgesetz gestrichen hat.


Tja, so sind sie eben!


Erich Westendarp

 

13. Januar 2010

Haushalte der Gemeinden


Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
PRESSEMITTEILUNG
05/10  Düsseldorf,  12. Januar 2010 

 

Kommunale Finanzen


Becker : Die FDP ist der Totengräber der Kommunalfinanzen


Zu der aktuellen Berichterstattung zur Finanzlage der Kommunen und den Reaktionen von verschiedenen FDP Abgeordneten erklärt Horst Becker MdL, kommunalpolitischer Sprecher:

„Die FDP arbeitet unter ihrem Fraktionsvorsitzenden Herrn Papke weiter hartnäckig daran, als Totengräber der Kommunalfinanzen in NRW in die Geschichte Deutschlands einzugehen. Nicht genug, dass die schwarz-gelbe Koalition in den letzten fünf Jahren den Kommunen 4,4 Mrd. Euro vorenthalten hat, die es unter rot-grün gab. Auch haben rund neunzig Prozent der NRW-Kommunen keinen strukturell ausgeglichenen Haushalt mehr.

Die NRW-FDP ist maßgeblich an den Koalitionsvereinbarungen der schwarz-gelben Bundesregierung beteiligt. Sie hat als Motor der dortigen Koalitionsvereinbarung aktiv für eine weitere drastische Verschlechterung der kommunalen Finanzen gesorgt und will dies mit weiteren Steuererleichterungen in Höhe von 24 Mrd. Euro im Jahr 2011 fortsetzen. Hinzu kommen die Pläne der FDP, in der schwarz-gelben Koalition im Bund dafür zu sorgen, dass die Gewerbesteuer abgeschafft wird.

Vor diesem Hintergrund ist es schon ein besonderes Stück aus dem politischen Tollhaus, wenn der FDP-Abgeordnete Engel nun ‚Haltet den Dieb’ ruft und mit dem Finger auf den Bund zeigt. Der selbe Abgeordnete hat  noch vor wenigen Wochen in Pressemeldungen geäußert, dass jede Kommune selber dafür sorgen könne, dass die Verschuldung gestoppt wird. Der Abgeordnete Engel zeigt damit, wie unrealistisch und ideologisch borniert die FDP in NRW und auf Bundesebene denkt und handelt.“
 

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

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22. Januar 2010

Atomkraft - Anreicherung

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
PRESSEMITTEILUNG
16/10 Düsseldorf, 22. Januar 2010

 


Urananreicherungsanlage Gronau


Priggen: Kein Ausstieg aus dem Atomausstieg!


Anlässlich des Zwischenfalls in der Urananreicherungsanlage Gronau erklärt
Reiner Priggen MdL, energiepolitischer Sprecher:

„Gestern noch wiederholte Gerhard Papke im Parlament für die FDP, dass er für längere Laufzeiten der Atomkraftwerke weiter eintrete. Für diesen Wunsch zog er scheinheilig erneut das Argument des Klimaschutzes heran und schürte die unbegründete Angst vor einer schlechteren Energieversorgung. Nur einige Stunden später gab es in Gronau einen tragischen Zwischenfall in einer Urananreicherungsanlage, der nun das Leben eines Menschen gefährdet, da dieser verstrahlt wurde. Gerhard Papke und die FDP wird dieses Schicksal nicht kümmern. Aber es sollte alle anderen aufrütteln!

Die Atomkraft und der Umgang mit Uran und Kernenergie sind gefährlich, vergiften Menschen und Umwelt und werden für unsere Energieversorgung nicht gebraucht. Die Wirtschaft hält nur an der Atomkraft fest, da sie große Gewinne einfahren kann, ohne für die Schäden und den Atommüll aufkommen zu müssen. Das ist ein Skandal!

Die Bedeutung von Gronau für die Atomwirtschaft ist erheblich. Es wird immer so getan, als wäre Gronau nur eine Schokoladenfabrik, eine ganz normale Chemiefabrik. Dabei werden fast 40 Prozent der westeuropäischen Atomkraftwerke allein durch die Urananreicherungsanlage Gronau am Laufen gehalten. Gronau ist somit ein entscheidender Baustein für die Atomindustrie.

Der Unfall zeigt, dass der Umgang mit Uran nicht zu verharmlosen ist und insbesondere das Werk Gronau in seiner Bedeutung klar unterschätzt wird, insbesondere auch die Gefahren der Verstrahlung.

 In diesem Sinne wiederholen wir unsere Kritik an der Atomindustrie und fordern sie erneut mit Nachdruck dazu auf, den Ausstieg aus dem Atomausstieg nicht zurückzudrehen und auch einen der Dreh- und Angelpunkt der europäischen Atomindustrie – Gronau – zu schließen.

Zu den genauen Abläufen des Störfalls, bei dem ein Arbeiter verstrahlt wurde, werden wir im Rahmen einer Aktuellen Viertelstunde einen Bericht der Landessregierung in der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses am kommenden Mittwoch beantragen.“

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

ZUKUNFT IST JETZT!
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Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen



19. Dezember 2009

Merkel trägt Mitschuld am Desaster von Kopenhagen

Zum Klimagipfel von Kopenhagen erklärt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende:


Die Klimakonferenz in Kopenhagen ist am Ende ein Desaster. Das Erreichen des Zwei Grad Ziels ist damit in weite Ferne gerückt. Die Bundeskanzlerin trägt für dieses Scheitern eine Mitverantwortung.


Merkel hat in alter Manier blockiert, statt mit Deutschland und der EU allen voranzugehen. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, dass Europa mit einer zugesagten 30 Prozent Reduzierung in den Gesprächen eine zentrale Rolle gespielt hätte. Sie hat konkrete Finanzzusagen an die Entwicklungsländer im Vorfeld der Konferenz genauso verhindert, wie eine Erhöhung der europäischen Minderungsziele auf 30 Prozent. Nicht einmal in ihrer Rede vor der Klimakonferenz hat die Kanzlerin Akzente gesetzt und neue Angebote gemacht.


Spätestens jetzt ist die selbsternannte Klimakanzlerin endgültig Geschichte. Nach dem Desaster von Kopenhagen, wird ein Erfolg der Zwischenkonferenz von Bonn 2010 alternativlos. Merkel hat im kommenden Jahr nur eine Aufgabe: raus aus ihrer internationalen Nebenrolle und den Worten Führungskraft folgen zu lassen.


Kopenhagen ist ein unrühmliches Kapitel der internationalen Klimapolitik. Was mit dem inakzeptablen Ausschluss zahlreicher NGOs von der Konferenz seinen verhängnisvollen Anfang nahm, findet nun in einem unzureichenden Minimalkonsens ein vorläufiges Ende. Die bittere Bilanz nach 12 Tagen: Trotz aller eindringlichen Warnungen der Klimawissenschaft steht die Weltgemeinschaft klimapolitisch mit leeren Händen da.


Die Menschen sind längst weiter als ihre Regierungschefs. Das Veto der Inselstaaten muss ein Weckruf an die gesamte Staatenwelt sein.

 


 

19. Dezember 2009

Kopenhagen 2009


Die Klimakonferenz endete in einiger einzigen großen Enttäuschung.


Lesen Sie hierzu das aktuelle Interview mit Bärbel Höhn unter


http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1090855/


18. Dezember 2009

WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNG ?


Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
PRESSEMITTEILUNG
259/09 Düsseldorf, 18. Dezember 2009



Bundesrat beschließt "Schuldenbeschleunigungsgesetz"


Löhrmann: Rüttgers' Entscheidung ist verantwortungslos!


Heute hat der Bundesrat dem sogenannten Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugestimmt. NRW-Ministerpräsident Rüttgers hatte seine Zustimmung schon früh angekündigt. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann MdL:

„Mit der Zustimmung zu diesem Gesetz schadet die Landesregierung dem Land und den Kommunen, die für die Kosten der Steuergeschenke an Hoteliers, Erben und Besserverdienende bluten müssen. Sie entscheidet sich gegen die soziale Marktwirtschaft, gegen die Interessen der Menschen und gegen jede steuerpolitische Vernunft.

Und für die Bürgerinnen und Bürger im Land wird dieser Tag ein Schwarzer Freitag, denn sie werden die Zeche zahlen müssen. Dem Land gehen 600 Millionen Euro und den Kommunen 350 Millionen Euro jährlich verloren. Statt zum Beispiel die Abschaffung der bildungsfeindlichen Studiengebühren mit 230 Millionen Euro zu finanzieren, verteilen Rüttgers und Pinkwart weiter von unten nach oben. In den Städten und Gemeinden gehen die Lichter aus und begabte Menschen werden vom Studium abgehalten. Ob es noch einen drastischen Zuschlag in dreifacher Höhe gibt -wie im Koalitionsvertrag vereinbart - wird sich aber erst nach der Landtagswahl im Mai entscheiden, denn so lange wird sich Bundesfinanzminister Schäuble in Schweigen hüllen.

Noch nie hat eine Landesregierung die Interessen Nordrhein-Westfalens gegenüber Berlin so verraten, wie die Regierung Rüttgers und Pinkwart. Und alles nur, damit bis zum Mai Ruhe herrscht.“

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verantwortlich:

Rudolf Schumacher

- Pressesprecher -

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

im Landtag Nordrhein-Westfalen

Platz des Landtags 1 - 40221 Düsseldorf

Tel.: 0211 884 2180 - Fax.: 0211 884 2890

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3. Dezember 2009

KLARTEXT

Foto: pixelio, Meltis


"Wachstumsbeschleu- nigungsgesetz"



Von Leistungsträgern, Steuern und Kindern


„Leistung muss sich wieder lohnen“ fand der Herr Westerwelle und versprach für den Fall seiner Wahl „Mehr Netto vom Brutto“. Das hörte sich gut an, denn wer will schon weniger haben? Endlich fassten mehr Menschen Vertrauen zu ihm und so ging er nach der Wahl unverzüglich ans Werk, um die Belohnung unters Volk zu bringen.


Mit einer Totalreform - das musste auch er einsehen – ging das nicht so schnell. Darum sollten erst einmal die Kinder der „Leistungsträger“ profitieren (Etwas für Kinder tun macht sich bekanntlich immer gut!). Pro Kind wurde das gehaltsunabhängige Kindergeld zunächst um zwanzig Euro erhöht, dann aber der vom steuerpflichtigen Einkommen abzusetzende Freibetrag drastisch angehoben auf jährlich 7008,00 Euro!


Wie wirkt sich ein solches Konstrukt nun für die Kinder aus? Nehmen wir exemplarisch zwei Leistungsträger unserer Gesellschaft:

  1. Herr A. hat einen sicheren Arbeitsplatz als höherer Beamter, Richter, Oberstudienrat oder Universitäts- dozent o.ä. Für seine Familie mit drei Kindern hat er ein Eigenheim gebaut im Umfeld einer Großstadt, in die er täglich zum Dienst an der Allgemeinheit einpendelt. Dafür bekommt er ca. 60 – 70.000,00 Euro brutto im Jahr.

  2. Frau B. arbeitet als Reinigungskraft in einer Putzkolonne und säubert nach Feierabend im Akkord die Büros und Schreibtische des Herrn A. und seiner Kollegen. Trotz einer früheren guten Berufsausbildung kann sie eine andere Arbeit nicht ausführen, da sie mit ihren drei kleinen Kindern von ihrem früheren Ehemann verlassen wurde und sich daher um alle Dinge des täglichen Lebens allein kümmern muss. (Im Amtsdeutsch heißt das unverbindlich und sprachlich neutralisierend "Alleinerziehende Person"). Sie bekommt für ihre Dienste einen Stundenlohn von 5,80 Euro. Da das für die Familie zum Leben nicht reicht, wird das Einkommen durch das Arbeitsamt bis zur Höhe des Existenzminimums aufgestockt.


Ab dem 1. Januar sollen beide nun das leicht erhöhte Kindergeld bekommen. Zusätzlich kann Herr A. dann allein für seine drei Kinder 21.024,00 Euro jährlich von der Steuerpflicht absetzen. Dazu noch die Fahrtkosten, Versicherungsbeiträge, vielleicht auch ein Arbeitszimmer und was es da sonst noch so alles gibt (man kennt den Formularsatz). Von dieser Steuerersparnis könnte er z.B. einen schönen Familienurlaub bezahlen oder Reitstunden und Klavier- unterricht für die Kinder oder auch die Hypotheken für das Haus schneller tilgen.


Frau B. dagegen kann nirgendwo irgend etwas absetzen, da Sie bei diesem mageren Einkommen gar keine Steuern bezahlt. Statt dessen wird ihr die Kindergelderhöhung – nach der jetzigen Rechtslage – auch noch von der Hartz-IV-Aufstockung wieder abgezogen, so dass sie anschließend nicht einen Cent mehr zur Verfügung hat. Zwangsläufig bleiben ihre Kinder bei vielen Aktivitäten wie zum Beispiel Klassenfahrten außen vor; die Bildungschancen sind von vorn herein stark eingeschränkt, denn an den späteren Besuch weiterführender Schulen ist ohne private Fördermög- lichkeiten kaum zu denken. Frage: Womit haben diese Kinder eine solche Behandlung durch den Gesetzgeber "verdient"? Und werden auf diese Weise nicht mögliche Leistungsträger von morgen schon vor dem Start ausgebremst?


Herr Westerwelle indes – der sich inzwischen nur noch für Außenpolitik zuständig erklärt – hält das Ganze für eine gelungene Sache. Originalton: „Wer das als unsozial bezeichnet, der ist total hirnverbrannt“.

Was der für Vokabeln kennt, der feine Herr Außenminister!


Erich Westendarp





2. Oktober 2009

Flächenfraß stoppen!

 

Mit Interesse haben wir Grünen gelesen, dass die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft, die vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband ins Leben gerufen wurde, sich der Verantwortung für die Natur stellt und sowohl den Umfang als auch die Art und Weise, wie die Versiegelung von Flächen mit Asphalt und Beton betrieben wird, kritisiert. In einer Berichterstattung am 2. Oktober 09 in den WN äußert sich Wolfgang König, Geschäftsführer der Stiftung, so: “Viel zu lange sei der Naturschutz den Grünen überlassen worden.“

Wir freuen uns über die Aussicht, dass der Berufsstand der Landwirte diesem sensiblen Thema aufgeschlossen gegenüber steht und beim Erhalt der Flächen für die bäuerliche Landwirtschaft und dem Schutz von Flora und Fauna „selbst anpacken“ will.

 

 

Die Grünen in Senden begrüßen außerdem den erneuten Versuch von Minister Uhlenberg, die Kommunen zu veranlassen, die Umwandlung  von  Wiesen und  Feldern   für  Baugebiete  endlich  einzuschränken.


(bitte hier weiterlesen)




3. Oktober 2009

Die neue Ratsfraktion

Für weitere Informationen bitte auf das Plakat klicken
3. November 2009

Senden: Grüne Fraktion gebildet


Die grüne Gesamtfraktion ist seit Bestätigung und Wahl ihrer Sachkundigen Bürgerinnen und Bürger bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung zur neuen Wahlperiode komplett und wurde auf der Ortsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen freudig in Empfang genommen und beglückwünscht.

Anneliese Pieper wurde erneut einstimmig als Fraktionsvorsitzende gewählt, wie auch Dr. Wilhelm Kraneburg als ihr Stellvertreter.

Es ist ein schöner Erfolg, dass wir uns in der Parteienlandschaft in Senden gut behauptet haben und zu dem neue Mitglieder im Ortsverband und für die Fraktionsarbeit gewinnen konnten. Und das, obwohl die Bereitschaft für das Ehrenamt Kommunalpolitik stark zurückgeht, “ erwiderte Anneliese Pieper die Glückwünsche der Parteimitglieder und ließ nicht aus, sich bei ihren Kolleginnen und Kollegen zu bedanken. „Dass wir es geschafft haben, in Senden auch in einer veränderten Parteienlandschaft drittstärkste Kraft zu bleiben und sogar noch stärker zu werden, haben wir an erster Stelle den Wählerinnen und Wählern zu verdanken. Aber deren Stimmen sind die Zustimmung zu unserer engagierten gemeinsamen Arbeit, unserem Programm und dem vielfältigen Einsatz aller Mitglieder des Ortsverbandes und dem munteren Wahlkampf, der unsere Überzeugung für unsere Anliegen und unser gutes Miteinander deutlich gezeigt hat. Das macht uns Mut und fordert uns auf, in der gewohnten fleißigen Arbeit weiter zu machen.“

Mit fünf Ratsmitgliedern und sechs Sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern incl. ihrer Vertreterinnen und Vertreter bilden die Grünen nun die Gesamtfraktion in der neuen Wahlperiode. „Bei den sozialen Themen und Problemen und zum Schutz von Natur, Umwelt und Klima und anderen werden dringende Aufgaben zu lösen sein und weitere hinzukommen. Mit einer grünen Gesamtfraktion von neuen und alt erfahrenen Mitgliedern, mit Fachkunde für die unterschiedlichen Politikbereiche, sind wir für die Arbeit im Rat und in den Ausschüssen gut aufgestellt. Ich bin mir gewiss, dass wir mit unserer Arbeit zu guten Lösungen beitragen werden, “ so das Fazit von Anneliese Pieper zum Start der neuen grünen Faktion.


(Siehe hierzu auch die Hauptseite "Fraktion" auf dieser Homepage)



24. Oktober 2009

Briefprotestaktion


Neue Bundesregierung plant,

Atomexporte wieder staatlich zu fördern!



Zwei alarmierende Nachrichten sind aus Berlin zu vernehmen:

1. Die Laufzeit der deutschen Atomreaktoren soll wieder verlängert werden. 2. Der Neubau von Atomkraftwerken im Ausland, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern, soll gefördert werden.


Schwarz-Gelb will im Koalitionsvertrag die Abschaffung der Hermes-Umweltleitlinien festschreiben. Die Leitlinien verbieten bisher, dass Atomexporte durch staatliche Hermesbürgschaften gefördert werden. Das war der Atomindustrie stets ein Dorn im Auge, da ihr dadurch viele Subventionen entgangen sind.


Der Ortsverband Senden von Bündnis 90 / Die Grünen protestiert vehement gegen die genannten Absichten der neuen Regierung. Wer sich diesem Protest anschließen will, findet hier einen Musteraufruf und relevante Adressen. Wenn, dann am besten noch heute !!





1. Oktober 2009

Wo bleibt der Bürgerwille?

Weiterhin Durchgangsverkehr in der Herrenstraße


Viele Initiativen und Veranstaltungen unterschiedlicher Art hat es gegeben, um die Ideen und Pläne zur Dorfkernentwicklung auf „breite Füße“ und möglichst allgemeine Zustimmung zu stellen. Die Einwohnerversammlung im September dieses Jahres, in der die Pläne vorgestellt wurden, wie denn nun am Ende diese Gestaltung aussehen soll, hat deutlich gemacht: Nach wie vor bleiben die Wünsche vieler Bürgerinnen und Bürger, die einen lebendigeren Ortskern mit attraktiver Geschäftswelt und Gastronomie, Plätzen zum Verweilen und ohne Auto-Vorrangpolitik zum Inhalt haben, außen vor.


Die Grünen im Gemeinderat haben in diesem Prozess immer wieder diese Wünsche mit vertreten und dementsprechend auch den Sinn der letzten Einwohnerversammlung in Frage gestellt und kritisiert, dass es den Anschein hat, als werden nur noch fertige Pläne vorgestellt ohne Aussicht, dass die Bürgereinwände berücksichtigt werden sollen.

Der Bürgermeister hat daraufhin zugesagt, dass Änderungen zu den vorgestellten Plänen durchaus noch möglich sind.


Wir werden wie bisher alle Möglichkeiten nutzen, bei der Dorfkerngestaltung die Wünsche und Vorschläge der Sendener Bürgerinnen und Bürger mit einfließen zu lassen, die einen anderen Ortskern wünschen, als den, der bisher vorgestellt wurde.


Anneliese Pieper   ∨

 

 

 

 

29. September 2009

Fußgängerzone - oder was?

Bei aller Wertschätzung für den Aufwand, den der Bürgermeister und Herr Stephan, Beigeordneter, als Vorbereitung zur Ortskernentwicklung investiert haben, beurteilen wir Grünen das bisherige Ergebnis als wenig gelungen und die weiteren Absichten als ebenso wenig Erfolg versprechend. Es gibt einen Maßnahmenkatalog auf niedrigem Niveau: Die Biete wird neu gepflastert und ein paar neue Schilder zur Verkehrsführung sollen aufgestellt werden. Eine Dorfkernentwicklung mit Zielen und Perspektiven ist das nicht. Dorfentwicklung ist mehr als die Einführung von Schrittgeschwindigkeit auf einem größeren Anteil der Straßen im Ortskern.


Bündnis 90/Die Grünen haben von Anfang an kritisiert, dass bei diesem Prozess das Pferd von hinten aufgezäumt wird. Anstatt städtebauliche und stadtentwicklungspolitische Ziele an den Anfang zu stellen - z.B. welche Funktion soll der Kirchplatz bekommen, wie ist der Bedarf an öffentlicher Infrastruktur, wie können Einzelhandel und Gastronomie gestärkt werden, wo gibt es bauliche Entwicklungspotentiale, welche Zielgruppen (Fußgänger, Radfahrer, Senioren) sollen berücksichtigt werden usw. - sind Gestaltungs- und Verkehrsfragen der Maßstab und damit die grundsätzlichen Fragen außer acht gelassen worden. Die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, wie sie z.B. im Rahmen der Umfrage aus dem Jahr 2006 von ihnen formuliert worden sind, kommen darin bis jetzt nicht vor. Diese wünschen sich Plätze und Straßen mit Aufenthaltsqualität, attraktive Geschäfte und Gastronomie und eine Fußgängerzone.


Solche Ziele sind nur mit einem Gesamtkonzept erreichbar, aber das ist weiterhin nicht in Sicht. Sich vor allem auf die Bewertung von Gutachtern zu verlassen, wie es Verwaltung und CDU tun, ist in diesem Fall zu einfach. Zumal diese Gutachter vor einigen Jahren bei der Bewertung des geplanten Einkaufszentrums am Grete-Schött-Ring zu dem Schluss kamen, dass das Projekt verträglich sei, wenn eine städtebauliche Anbindung gelänge, was sich absehbar als unrealistisch herausstellte. Der Ortskern hat nur noch mehr an Attraktivität verloren und die Kaufleute an Umsatz eingebüßt.


Angesichts des Workshopergebnisses kann man letztlich nur feststellen: Ziel verfehlt, oder genauer: kein Ziel vorhanden. Was bleibt, ist der Eindruck von Mut- und Konzeptlosigkeit. Von Visionen keine Spur, und der Wille vieler Bürgerinnen und Bürger bleibt unberücksichtigt.


Philipp Scholz

Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen

Jessener Str. 52

48308 Senden


(veröffentlicht in der WN)



30. August 2009

Dankeschön!!!

Sonnenblume und Wahlurne an Wahlstand

 

Liebe Wählerin, lieber Wähler,

 

wir GRÜNEN in Senden freuen uns und haben auch Grund dazu!


Sie haben Bündnis 90/Die Grünen gewählt und mit Ihrer Stimme entschieden, dass sich unsere neue Fraktion mit einem zusätzlichen Sitz im Gemeinderat gestärkt für die Politik einsetzen kann, die Sie von uns erwarten. Wir werden wie bisher mit ökologischen, sozialen, gerechten und zeitgemäßen Forderungen dazu beitragen, dass die grünen Ideen und Programme die Gestaltung und Entwicklung Sendens mitbestimmen. So haben wir es Ihnen in unserem Wahlprogramm angekündigt und Sie können uns beim Wort nehmen. Wir werden konsequent daran arbeiten, unsere Vorhaben zu verwirklichen.

 

Ihre neu gewählten grünen Vertreterinnen und Vertreter im Rat sind finden Sie jetzt unter der Rubrik "Fraktion".


Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

 

Katharina Nitz-Uliczka für den Vorstand und

Anneliese Pieper für die Fraktion

1. September 2009

Strom und Wärme ohne Konzerne

Mario Priggen vor seinem Haus mit einer solarbeleuchteten Hausnummer und Verbrauchstafeln.
Das Haus an der Merschwiese ist 30 Jahre alt, aber Mario Priggen produziert dank neuester Technik mehr Energie, als er braucht. Foto: ELKE PREISINGER



Senden - Was können wir hier gegen den Klimawandel tun?“ Diese Frage stellte Reiner Priggen, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, vergangene Woche im vollen Saal im Gasthaus Söbbecke.


Antworten hatte er auch parat: „Jeder kann und muss etwas tun. Atomkraft ist keine Lösung“, lautete Priggens klare Absage an diese Alternative zu den Kohlekraftwerken als großen Kohlendioxid Produzenten. Beides gehöre lieber gestern als heute abgeschafft: „Keine Generation hat der Nachwelt bisher eine so große Bürde hinterlassen. Der Atom-Müll muss 1200 Jahre lagern, Stahl wird nach 100 Jahren radioaktiver Bestrahlung bröckelig wie Blätterteig“, spricht Priggen die Endlagerproblematik und die größte Gefahr dabei, den Faktor Mensch, an: „ Vor 1200 Jahren ist bei uns in Aachen noch Karl der Große umhergeritten! Was passiert, wenn Terroristen Atomkraftwerke . . . “

 

Eine Lösung, die nicht nur gut fürs Klima ist, sondern auch Arbeitskräfte in der Region schaffe, sei die Stromversorgung in die regionale Hand zu nehmen. „60 Milliarden Euro gehen für Öl- und Gas ins Ausland. Das Geld könne man besser im Lande behalten“, schlägt Priggen vor. Windkraftanlagen, Bürgersolarparks und andere dezentrale regenerative Energieprojekte sorgten für kurze Wege, Arbeitsplätze und niedrigere Preise, da so die Macht der großen Stromkonzerne gebrochen werde.

Wie man im Kleinen etwas gegen den Klimawandel tun kann, zeigte Priggen allen Interessierten schon ein paar Stunden vorher im Hause seines Bruders Mario Priggen und dessen Frau Elisabeth an der Merschwiese. Seit April 2000 erzeugen sie auf ihrem nicht optimal ausgerichteten Dach mit 26 Quadratmetern Fotovoltaikzellen mehr Strom, als sie im Haus verbrauchen. Dabei wird nicht auf elektrische Geräte verzichtet, sondern es wird konsequent über Steckerleisten abgeschaltet und, wie etwa beim Toaster, auch mal der Netzstecker gezogen, um den Standby Betrieb zu vermeiden. Im Winter sorgt zusätzlich noch eine CO2-neutrale Pelletheizung für wohlige Wärme. Die Pellets kommen auch aus der Region. Geschirrspüler und Waschmaschine haben einen Warmwasseranschluss und die Priggens tappen auch nicht im Dunkeln, sondern können dank LED Technik sogar nachts ihren Zugang zum Haus beleuchtet lassen. „Das ist einfach ein tolles Gefühl“, schwärmt Mario Priggen, der sein Schlüsselerlebnis in Tschernobyl hatte, über seinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Bei der Umsetzung hat er ebenfalls konsequent auf regionale Handwerksbetriebe gesetzt, die energietechnisch mit der Zeit gegangen sind und ihm auch Förderanträge abgenommen haben.

Schade sei nur, dass die Wirtschaft so langsam den Umweltschutz als Chance entdeckt.


VON ELKE PREISINGER, Westfälische Nachrichten, Lokalredaktion Senden

28. August 2009

Ortstermin der GRÜNEN zur Information über autarke Energieversorgung bei der Familie Elisabeth und Mario Priggen in Senden

Mario Priggen vor dem Wechselrichter der PV-Anlage.jpg
Mario Priggen vor dem Wechselrichter der PV-Anlage

„Haben Sie schon mal in der Sonne geduscht?“ ist eine Antwort von Mario Priggen auf die Frage, ob sich die Investitionen, die das Ehepaar Priggen in Solarthermie, Photovoltaik, Holzpelletsheizung und Energiesparmaßnahmen gesteckt hat, rechnen.

Und es liegt auf der Hand, dass solche Anlagen ihren Preis haben und die Amortisierung nicht von heute auf morgen erzielt werden kann. Dazu haben sich die Priggens Zeit gelassen, um den heutigen energetischen Standard ihres 25 Jahre alten Einfamilienhauses zu erreichen.  Angefangen haben sie mit der Photovoltaikanlage - es war wohl die erste in Senden. Dann folgte die Dämmung der Wände, die Warmwasseranlage und der Austausch der Fenster und letztlich das neue Heizsystem. „Stromsparende Geräte und Schalter und Lampen auf „aus“, wenn wir die Geräte und das Licht nicht brauchen, sind für uns selbstverständlich und in Fleisch und Blut übergegangen. Jedenfalls sparen wir damit auch damit die eine und die andere Kilowattstunde, so dass wir von unserem Solarstrom noch ins Netz einspeisen können“, sagt Mario Priggen, und er ist stolz über diesen Erfolg und schaut auf den Tageszähler der erzeugten Solarenergie und vergleicht ihn mit dem Verbrauch.

„Unabhängig zu sein von den Gas-, Öl- und Stromlieferanten und bei den steigenden Preisen nicht erschreckt aufs Konto schauen zu müssen, ist beruhigend. Für uns haben sich alle Investitionen gelohnt: das Planen war spannend, die Arbeiten, wenn wir selbst mit Hand angelegt haben, haben Spaß gemacht, die Rendite ist absehbar und wir haben aus Überzeugung unseren Beitrag zum Klimawandel geleistet. Das ist rundherum ein gutes Gefühl“.

Und das Resümee der Besucherinnen und Besucher: „Es ist beeindruckend, welche Möglichkeiten sich selbst in älteren Häusern bieten, mit Überzeugung und Willen unabhängig von Konzernen und Weltmarktpreisen Energie zu erzeugen und zu sparen. Die Beispiele waren vielfältig – und was sie vor allen Dingen waren – ansteckend.



26. August 2009

Senden 2030: Unabhängig von Gas- und Ölimporten?

Vortrag von Reiner Priggen

Kurzbericht von der Informationsveranstaltung der Grünen am 26.8. mit dem Thema  Krise als Chance.

 

Mit einem spannenden informationsreichen Vortrag in Wort und Bild konnte Reiner Priggen, Vorstandsmitglied und energiepolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, das Publikum interessieren. Mit Informationen über die Auswirkungen des Klimawandels und der Darstellung dringend notwendiger Maßnahmen, um diese Entwicklung aufzuhalten, schlug er den Bogen zu den Chancen, die die Krise bietet, wenn die Zeichen erkannt und richtig genutzt werden. Davon profitieren die Menschen in aller Welt. Nicht nur, weil bedrohter Lebensraum erhalten bleibt und die Lebensbedingungen verbessert werden, sondern weil sich auch viele Handlungsfelder ergeben, die der Wirtschaft und dem Ausbau umweltverträglicher Arbeitsplätze dienen. Eine solche Entwicklung kommt genauso gut den heimischen Mittelstands- und Landwirtschaftsbetrieben zu gute, wie dem gemeindlichen Haushalt durch Steuereinnahmen.

3. Juli 2009

Barbara Steffens zur UN-Konvention

Erfolgreicher Informationsabend


Wer die Sendener Grünen kennt, weiß, dass ihnen die Rechte der Menschen mit Behinderungen sehr am Herzen liegen. Folgerichtig hatten sie zu einer Informationsveranstaltung über die UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen eingeladen, um zu erfahren, welche Möglichkeiten für die Umsetzung der Konvention sich für die Kommune ergeben. Dieses Interesse teilen offensichtlich viele Menschen in Senden, denn trotz des hochsommerlichen Wetters war die Veranstaltung der Grünen sehr gut besucht.


Als sozialpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion verstand die Referentin Barbara Steffens, MdL, es ausgezeichnet, dem Publikum das Anliegen der UN-Konvention zu interpretieren. Sie bezeichnete die Konvention als einen Meilenstein in der Behinderten- und in der Rechtspolitik, indem das Recht von Menschen mit Behinderungen auf umfassende Teilhabe in allen Lebensbereichen durchgesetzt werden soll. Am Anfang braucht es eine andere Denkweise im Umgang mit behinderten Menschen, d.h. die Barrieren im Kopf müssen verschwinden, wenn der Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik Wirklichkeit werden soll. An drei Beispielen belegte Barbara Steffens die Handlungsfelder, auf denen die Kommune tätig werden kann. Das sind Arbeit, Bildung und Wohnen.

Selbstverständlich ist, dass die Gemeinde Menschen mit Behinderungen beschäftigt und sie auch in ihre Arbeitslosenberatung mit einbezieht. Ebenso kann sie im Bereich der Wirtschaftsförderung Integrationsfirmen ins Auge fassen, wo Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiten. Auch in Senden gibt es Kindergärten, wo Kinder mit und ohne Behinderungen zusammen betreut werden. Nach der UN-Konvention muss der gemeinsame Unterricht sich auch in den Schulen fortsetzen. In der Diskussion wurde deutlich, dass das jetzige Schulsystem gründlich umgekrempelt werden muss, um die Konvention umsetzen zu können. Wie schön wäre es, wenn die Ausstattung der Förderschulen mit kleinen Klassen und genügend Personal in allen Schulen gegeben wäre!


Dass Menschen selbst bestimmen können, wo und wie sie leben, muss uneingeschränkt auch für Menschen mit Behinderungen gelten. Nicht der Kostenaufwand muss darüber entscheiden, ob jemand in einem Heim oder in eigenen Wohnung lebt, sondern der Wille des einzelnen Menschen.

Der Ortsverband der Sendener Grünen betrachtet diese Veranstaltung als Anfang. Sie hoffen, dass mit der nächsten Wahlperiode eine Behindertenvertretung und ein Behindertenbeirat eingerichtet werden, mit denen sich die Forderungen für die Rechte der Menschen mit Behinderungen leichter durchsetzen lassen.

2. Juli 2009

Barrieren abbauen

Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, meinen die Grünen zu ihrem Beschluss, bei ihren Veranstaltungen eine FM-Anlage einzusetzen, die sie mieten werden, solange von der Gemeinde Senden ein solches Angebot nicht besteht. Eine transportable FM-Anlage enthält – kurz gesagt - Mikrofone und kleine Empfangsgeräte, die schwerhörigen Menschen die barrierefreie Teilhabe an Veranstaltungen ermöglichen. „Wir sehen darin einen Beitrag zur Einhaltung der UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen, die den umfassenden Abbau von Barrieren zum Ziel hat.“

Die Grünen Fraktionen in Senden und im Kreistag werden Anträge einbringen und die Verwaltungen auffordern, solche Anlagen anzuschaffen, die sie Bürgerinnen und Bürgern für Veranstaltungen und andere Anlässe zur Verfügung stellen können. „Nach dem Zustimmungsgesetz der Bundesregierung zur UN-Behindertenrechtskonvention mit weitreichenden Bestimmungen sind auch die Kommunen verpflichtet, für die Umsetzung zu sorgen. Mit der Anschaffung einer FM-Anlage wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung gemacht,“ so Anneliese Pieper, Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Sozialausschuss Senden und im Kreis Coesfeld.

25. Juni 2009

Rat folgt Grünen

Grüne setzen sich durch - mit demografischem Wandel Zukunft gestalten

 

Mit ihrem Antrag im Gemeinderat, einen Arbeitskreis „Demografischer Wandel“ einzurichten (siehe unter Fraktion > Anträge > 10.06.2009), waren die Grünen erfolgreich. „Es geht uns darum, im Hinblick auf den Demografischen Wandel die Erfordernisse bei der Planung und den Entscheidungen zur Entwicklung Sendens mit einzubeziehen. Dazu braucht es tragfähige Analysen, intensive Beratung und Beschlüsse z.B. in den Bereichen Kinderbetreuung, Schulen, Kultur, Freizeit, Wohnen, Stadtentwicklung, Verkehr usw., die ohne intensive Vorarbeit in einem Arbeitskreis nicht im Rat und in den Ausschüssen als einen unter vielen anderen Tagesordnungspunkten entschieden werden können“ so Anneliese Pieper, Fraktionsvorsitzende der Grünen, zu ihrem Ansinnen. Selbst wenn ein solches Gremium erst in der neuen Wahlperiode eingerichtet werden soll, so braucht es im Vorfeld schon die grundsätzliche Bereitschaft in den anderen Fraktionen und die Vorarbeit durch die Verwaltung.


Auch wenn die anderen Fraktionen sich erst zögerlich für das Thema erwärmen konnten, sondern Vorschläge der Art machten, wie, diese strukturelle Entwicklung der Gemeinde dem Ehrenamt in der Seniorenunion oder einer Agenda-21-Gruppe anzudienen, so brach schließlich dann doch der Einwand des CDU-Fraktions- sprechers das Eis, der die Tragweite und die Bedeutung des Demografischen Wandels und die Zuständigkeit für den Rat und die Verwaltung anerkennen musste und damit den Argumenten der Grünen Fraktion Recht gab.

Mit der Einrichtung von Ausschüssen für die nächste Wahlperiode, die im Herbst dieses Jahres nach der Kommunalwahl neu beraten und beschlossen werden, soll auch über den Rahmen – ob Ausschuss oder Arbeitskreis – zur Bearbeitung der Aufgaben durch den Demografischen Wandel entschieden werden.

30. Mai 2009

Grünspan in concert

Die Rockband "Grünspan" trat zuletzt am 30.05.2009 in Senden auf. Anlass war der 25. Geburtstag des Sendener Ortsverbandes der Grünen.