Grüne Jugend 2007
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CO2: Neuer Höchststand
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0489
Datum: 30. Mai 2011
Schockierende Zahlen zum CO2-Ausstoß
Zu den heute veröffentlichen Zahlen der Internationalen Energieagentur zum weltweiten CO2-Ausstoß erklärt Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik:
Die Zahlen der internationalen Energieagentur, nach denen der CO2-Ausstoß ein Rekordhoch erreicht hat, sind absolut alarmierend. Halten diese Emissionen an, steuern wir auf eine Welt zu, die bis 2100 im globalen Durchschnitt um mehr als vier Grad wärmer ist als heute. Dies hätte katastrophale Auswirkungen für uns alle. Hunderte Millionen Menschen wären bedroht an Leib und Leben.
Die internationale Gemeinschaft hat sich dazu bekannt, den globalen Temperaturanstieg auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Wenn Fatih Birol von der IEA davon spricht, dass das Zwei-Grad-Ziel nur noch eine "nette Utopie" sei, dann handelt er unverantwortlich. Denn diese Herausforderung muss mit großem Willen und aller Konsequenz angegangen werden. Wir können es uns nicht leisten, aufzugeben, bevor wir es konsequent versucht haben.
Innenpolitisch bedeuten die Zahlen, dass die Bundesregierung den Atomausstieg mit einem entschiedenen Umsteuern auf einen erneuerbaren Pfad verbinden muss. Ohne Atomenergie wird der Klimaschutz einfacher - wenn er richtig gestaltet wird. Die neuen Kohle-Träume der Industrie und von Teilen der SPD sind gefährlich.
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Klimaerwärmung
Klimawandel:
Wetter ist nicht Klima - 2010 eines der wärmsten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
Zu den neuesten Klimadaten der NASA erklärt Dr. Hermann Ott, Sprecher für Klimapolitik:
Die heute veröffentlichten neuesten Klimadaten der NASA machen deutlich: Die Klimapolitik muss intensiviert werden.
Wie zu erwarten war hat sich auch 2010 die globale Temperaturerhöhung und damit der Klimawandel fortgesetzt. Unabhängig von dem sehr kalten Winter in Europa und Nordamerika ist die globale Durchschnittstemperatur 2010 um 0,74 Grad gestiegen. Damit sind die Jahre 2010 und das Jahr 2005 die beiden wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Und das bei niedrigen Sonnenaktivitäten.
Die NASA rechnet auch für die nächsten Jahre mit neuen Rekordtemperaturen. Wichtig ist die Erkenntnis dass die scharfen Winter der vergangenen Jahre kein Widerspruch zur globalen Erwärmung sind. Im Gegenteil. Keine Palmen auf Helgoland - die globale Erwärmung kann zu kalten Füssen in Deutschland führen.
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Ergänzug dazu vom 22.02.2011:
Grünes Wachstum:
Forscher fordern strengere Klimapolitik
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EEG
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0022
Datum: 16. Januar 2012
Rösler will Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen
Zur Forderung des Bundeswirtschaftsministers Rösler, das Erneuerbare-Energien-Gesetz abzuschaffen und durch ein Quotenmodell zu ersetzen, erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:
Rösler will offensichtlich keine Energiewende. Durch seine Forderung, das EEG durch ein Quotensystem zu ersetzen, gefährdet er hunderttausende Arbeitsplätze in der Erneuerbare-Energien-Branche.
Minister Rösler ignoriert dabei sämtliche Erfahrungen, die international mit Quotensystemen gemacht wurden: Quotensysteme sind aufgrund von Mitnahmeeffekten deutlich teurer als Einspeisungssysteme und führen zu einem deutlich langsameren Ausbau der erneuerbaren Energien. Quotensysteme bedeuten eine Deckelung des Ausbaus erneuerbarer Energien auf einen vorgegebenen Maximalwert, zudem führen sie zu einer Monopolisierung des Ausbaus. In Ländern mit Quotensystemen läuft der langsame und viel teurere Ausbau der erneuerbaren Energien nur über die Energiekonzerne. Diese machen das Geschäft unter sich aus. Bürgerwindparks haben in solchen Systemen ebenso wenig Platz wie neue Technologien. Solarenergie gäbe es keine mehr.
Nachdem Rösler einen Photovoltaik-Deckel gefordert hat, fordert er nun einen Erneuerbaren-Energien-Deckel. Der Ausbau der erneuerbaren Energien findet deutlich schneller statt, als in den alten Ausbauzielen der schwarz-gelben Bundesregierung angedacht. Diese stammen noch aus der Vor-Fukushima-Zeit. Die Bundesländer sind längst an der Bundesregierung vorbei gezogen. Minister Rösler versucht, das Rad zurück zu drehen.
Ganz nebenbei bricht Rösler, aktuell amtierender Parteivorsitzender der FDP, auch noch ein Wahlversprechen. Im letzten Wahlprogramm hatte sich die FDP für den Erhalt des EEGs ausgesprochen.
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Energiepreise
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1227
Erneuerbaren Energien nutzen und sparen langfristig mehr als sie kosten
Zu der Bekanntgabe der sogenannten EEG-Umlage erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:
Die Energiekonzerne verweisen bei der Rechtfertigung höherer Strompreise gerne auf die steigende EEG-Umlage. Ihre Argumentation ist aber irreführend und unredlich. Tatsächlich gönnen sich die Stromkonzerne satte Gewinne auf Kosten der Kunden und verschweigen bewusst die langfristigen Vorteile und Einsparungen dank des Ausbaus der erneuerbaren Energien.
Nach Angaben des Bundes der Energieverbraucher teilen die vier Großkonzerne RWE, Eon, EnBW und Vattenfall mangels Wettbewerb jährlich ca. 6 Milliarden Euro Gewinn unter sich auf. Durch die geplante Laufzeitenverlängerung für die Atomkraftwerke schreibt die Bundesregierung diese Monopolstruktur über weitere Jahrzehnte fest.
Die großen Energiekonzerne verschweigen, dass der Preis für Strom an der Börse auch Dank der erneuerbaren Energien gesunken ist. Die sinkenden Kosten geben die Konzerne aber nicht an ihre Kunden weiter. Die Differenz zwischen Ökostromvergütung und Börsenpreis allerdings schon.
Tatsächlich handelt es sich bei den Ausgaben für erneuerbare Energien um eine lohnende Zukunftsinvestition. Von den Vorteilen für Umwelt und den Klimaschutz abgesehen, schaffen die erneuerbaren Energien etwa 340.000 Arbeitsplätze und Milliarden Steuereinnahmen.
Erneuerbare Energien machen Deutschland zukunftsfähig - ganz im Gegensatz zu den 300 Milliarden Subventionen für die Atomenergie und 200 Milliarden Subventionen für die Steinkohle, die seit Jahrzehnten immer neue Probleme schaffen.
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Alternative Energieerzeugung
Ressourcen effizient nutzen
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0354
Datum: 23. April 2012
Energiewende muss die industrielle Erfolgsgeschichte des 21. Jahr- hunderts werden
Zur Eröffnung der Hannover Messe erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kerstin Andreae:
Die Energiewende muss die industrielle Erfolgsgeschichte des 21. Jahrhunderts werden. Die Bedingungen für eine ökologische Industriepolitik sind günstig: Die Industrie steht mit energiesparenden Produkten und Dienstleistungen in den Startlöchern, und die Mehrheit der Bürger begrüßt den Umstieg auf Sonne und Wind. Nur die Regierung steht auf der Bremse. Niemand fühlt sich richtig zuständig. Wirtschaftsminister Rösler versucht, seine Partei zu retten und Umweltminister Röttgen macht Wahlkampf.
Eine erfolgreiche Energiewende bringt die Unternehmen hierzulande in eine Vorreiterrolle und erschließt ihnen neue Märkte. Die Regierung muss eine zukunftsgerichtete Industriepolitik betreiben und Investitionen in Energieeffizienz, Ressourceneinsparung und Emissionsreduzierung planungssicher und kalkulierbar machen. Das von der EU vorgeschlagene verbindliche Einsparziel von 1,5 Prozent bei Energieeffizienz muss kommen. Mit ihrer Verweigerungshaltung vertut die Bundesregierung Chancen und vergeudet wertvolle Zeit.
Wir brauchen einen fairen Handel mit Rohstoffen. Die Signale an China auf der Hannover Messe machen das deutlich. Die Rohstoffstrategie der Bundesregierung ist aber viel zu einseitig auf Beschaffung ausgerichtet. Es ist an der Zeit, dass die Regierung umdenkt und auf Ressourceneffizienz, Substitution und Recycling setzt. Es geht um umweltgerechtes Produzieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die rasant wachsenden Schwellenländer melden ihren Platz auf den internationalen Märkten an, Rohstoff- und Energiepreise steigen und der Klimawandel erfordert ein Wirtschaften mit geringen Emissionen, und zwar weltweit.
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wird diesem Anspruch nicht gerecht. Er ist kleinteilig, bürokratisch und führt teilweise sogar zu einer schlechteren Situation für Hochqualifizierte. So kann Deutschland den Wettstreit um die kreativsten Köpfe nicht gewinnen.
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CO2 - Reduktion
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0342
Datum: 19. April 2012
EU-Umweltministertreffen: Emissionshandel wirksam reformieren - Wo ist Norbert Röttgen?
Zur heutigen Diskussion der EU-Umweltminister zur Zukunft des Emissionshandelssystems (ETS) in Horens, Dänemark, erklären Dr. Hermann Ott, klimapolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN, Eva Bulling-Schröter, umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, und Frank Schwabe, klimapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:
Die EU-Umweltmister müssen heute dringend die Weichen für eine Reform des Emissionshandelssystems in der EU stellen, damit es auch wirkliche Effekte für den Klimaschutz erzielt. Dabei kommt es vor allem auf eine klare Positionierung der Bundesregierung an. Es ist deshalb ein Armutszeugnis, dass Bundesumweltminister Röttgen trotz gegenteiliger Ankündigung nicht persönlich an dem Treffen in Dänemark teilnimmt. Die Zukunft des Emissionshandels wird ohne den deutschen Umweltminister besprochen werden.
Dabei ist dringend Handlungsbedarf: Der CO2-Preis notiert derzeit deutlich unter acht Euro und droht dort auch langfristig zu bleiben. Auf der Strecke bleiben dabei Anreize, in emissionsarme Technologien und Produkte zu investieren und Energie einzusparen. Wir stehen somit vor einem verlorenen Jahrzehnt für Energiewende und ökologische Modernisierung. Höhere CO2-Minderungen, wie sie notwendig wären, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, werden somit später teuer erkauft werden müssen.
Auf dem heutigen Rat der Umweltminister müssen die Weichen deshalb folgendermaßen gestellt werden: Damit die Zertifikatsblase nicht auch noch die nächste Handelsperiode zur Luftnummer macht, muss zunächst die Menge an CO2-Emissionsrechten, die ab 2013 EU-weit zur Versteigerung steht, um die aufgelaufenen Überschüsse gekürzt werden. Für mehr Klimaschutz muss zudem der Minderungspfad für Energiewirtschaft und Industrie deutlich steiler sein.
Eine solche Politik würde nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern auch den CO2-Preis auf ein Niveau anheben, welcher Umweltinnovationen anreizt und damit Arbeitsplätze schafft. Gleichzeitig würde über höhere Versteigerungserlöse auch der Energie- und Klimafonds besser gefüllt werden, der sich aus den Versteigerungserlösen speist.
Das der Bundesumweltminister das Treffen in Dänemark nicht als wichtig genug erachtet um persönlich teilzunehmen, schwächt die Position Deutschlands in diesen wichtigen Fragen innnerhalb der EU. Jetzt ist die Bundeskanzlerin gefragt. Sie muss endlich ein Machtwort sprechen und sich für den Klimaschutz positionieren.
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Klimaschutz vor Ort
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
05/12 Düsseldorf, 23. Januar 2012
Klimaschutzgesetz
Brems: NRW setzt Standards
Zu der heutigen Anhörung zum Klimaschutzgesetz erklärt Wibke Brems MdL, Klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin:
„Nur wenn NRW seiner Verantwortung beim Klimaschutz gerecht wird, kann auch ganz Deutschland punkten. Der Anteil NRWs an den deutschen Treibhausgasen beträgt 33 Prozent. Schon heute entwickelt und setzt die Forschung und Wirtschaft in unserem Bundesland auf innovative Technologien zum Schutze des Klimas. Bis 2009 sind 26.500 Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien hier geschaffen worden. Weltweit hat jede zweite Windturbine eine Getriebe aus NRW. Energieeffizienz und CO2-Einsparungen sichern die Zukunftsfähigkeit und entlasten mittelfristig die Haushalte.
Mit dem Klimaschutzgesetz setzt die Landesregierung einen Rahmen für Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit. Die Dynamik der Energiewende muss endlich auch hierzulande genutzt werden. Durch die EEG-Umlage und die Einnahmen aus dem Emissionshandel fließen bisher enorme Werte aus NRW. Unser Bundesland muss auch in der Energiewende vom Netto-Zahler zum Gewinner werden. NRW setzt mit dem Klimaschutzgesetz in puncto Umwelt, Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit Standards.
Expertinnen und Experten lobten die Pionierarbeit, die das Land NRW mit dem Klimaschutzgesetz leistet und sprachen sich für eine Übernahme im Bund und in anderen Bundesländer aus.“
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verantwortlich:
Nalan Öztürk
-Stellvertretende Pressesprecherin-
Tel.: 0211 884 2818
ZUKUNFT IST JETZT!
Versorgungssicherheit
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0002
Datum: 5. Januar 2012
Stromversorgung sicher – auch mit Atomausstieg
Zur Meldung, dass der Netzbetreiber Tennet die Kaltreserve eines österreichischen Kraftwerks abgerufen hat, erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:
Die nicht-nukleare Kaltreserve sichert die Versorgung. Der reibungslose Einsatz im Dezember zeigt, dass die Entscheidung gegen ein Stand-by-AKW und für zusätzliche Rückfalloptionen richtig war. In Deutschland geht auch nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken nicht das Licht aus.
Viel Wind im Norden und der kurzfristige Ausfall eines AKW im Süden drohten die Leitungen zu sehr zu belasten. Genau für einen solchen Fall hatte die Bundesnetzagentur vorgesorgt und den Netzbetreibern mehrere Kraftwerke als Backup zur Verfügung gestellt.
Der Ruf von Wirtschaftminister Rösler nach neuen Kohlekraftwerken ist für die akute Versorgungssicherheit wirkungslos und klimapolitisch verantwortungslos. Der Minister kann seine Forderung weder mit Studien unterlegen noch hat er die Unterstützung der Energiebranche. Die wichtigen Aufgaben hingegen verschläft er: Wir brauchen eine kontinuierliche Überwachung der Versorgungssicherheit. Die Bundesregierung hat dazu immer noch kein Verfahren vorgelegt. Dabei darf sich die Politik nicht allein auf die Netzbetreiber verlassen.
Den Blick weiter allein auf Deutschland zu beschränken greift zu kurz. Versorgungssicherheit kennt keine nationalen Grenzen. Wir sollten bei dieser Aufgabe mit unseren Nachbarn zusammenarbeiten. Die Kooperation mit Österreich hat sich im Dezember als erfolgreicher Anfang erwiesen.
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Klimaziele
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1069
Datum: 27. November 2011
Weltklimakonferenz: Keine weiteren Verzögerungen beim Klimaschutz
Zum Beginn der Weltklimakonferenz in Durban erklärt Dr. Hermann E. Ott, klimapolitischer Sprecher:
Deutschland, die EU und andere Staaten müssen beim Klimaschutz voran gehen, wenn in Durban keine vernünftigen Ergebnisse zu erwarten sind. Weitere Verzögerungen können wir uns nicht erlauben. Die grünen Prüfsteine für die Klimakonferenz in Durban sind: 1. ein klarer Beschluss über die Weiterführung der Verpflichtungen des Kyoto-Protokolls, 2. ein Fahrplan für ein weltweites Klimaabkommen bis 2015 und 3. ein arbeitsfähiger "Green Climate Fund" für die internationale Klimafinanzierung.
Wir fordern auf dem Weg zu einem solchen Abkommen eine "Klimapolitik der unterschiedlichen Geschwindigkeiten" (KLUG) bei der Länder oder Ländergruppen wie Deutschland und Europa vorangehen und so anderen Ländern deutlich machen, dass Klimaschutz ökologisch und ökonomisch Sinn macht. Natürlich muss am Ende ein weltweites Abkommen stehen, an dem sich auch die großen Emittenten wie die USA und China beteiligen.
Das Kyoto-Protokoll ist das einzige weltweite Instrument zur Reduzierung von C02-Emissionen. Die Verpflichtungen aus dem Protokoll laufen 2012 aus. Das Protokoll darf auf keinen Fall aufgegeben werden. Die internationale Klimafinanzierung ist ein wichtiges Instrument für die Reduzierung von Treibhausgasen und die Anpassung an den Klimawandel. Der "Green Climate Fund" wird eines der Hauptfinanzierungsquellen für die bis 2020 zugesagten Klimamittel sein. Er muss deshalb effektiv und transparent ausgestaltet und mit genügend Mitteln versehen werden.
Der Klimawandel kann letztlich nur durch ein verbindliches gerechtes Klimaabkommen bekämpft werden. Ein solches Abkommen muss möglichst schnell, spätestens aber 2015 verabschiedet werden, notfalls auch ohne die USA oder andere Bremser. Hierfür muss es einen Fahrplan geben. Kommt ein Abkommen später, so besteht die Gefahr das 2-Grad-Ziel zu verfehlen.
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Erneuerbare Energien - Eine positive Bilanz
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0741
Datum: 30. August 2011
Ökostromausbau: Ein grüner Erfolg
Zu den neuen Ausbauzahlen der erneuerbaren Energien erklärt Hans-Josef Fell, Sprecher für Energiepolitik:
Der rasante Ausbau des Ökostroms ist ein großer Erfolg für den Industriestandort Deutschland. Inzwischen beschäftigt die Branche rund 370.000 Menschen, da Deutschland schon früh auf die erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor gesetzt hat. Dies ist ein klarer grüner Erfolg.
Während heute schon der Anteil der erneuerbaren Energien bei fast 21 Prozent am Strombedarf liegt, hält die schwarz-gelbe Bundesregierung weiterhin an ihrem unambitionierten Ausbauziel für 2020 von lediglich 35 Prozent fest. Im vergangenen Jahrzehnt wurde der Anteil der erneuerbaren Energien mehr als verdreifacht, in diesem Jahrzehnt will ihn die Bundesregierung nicht einmal verdoppeln. Anstatt zu fördern und zu fordern, bremst die Bundesregierung ab.
Auch die Kritik von EU-Energiekommissar Oettinger ist ungerechtfertigt: Mit einer Explosion der Strompreise wie von Kommissar Oettinger beschrien, muss nicht gerechnet werden, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz bei einem starken Ausbau mit Vergütungssenkungen reagiert. Die EEG-Umlage wird im nächsten Jahr sogar sinken. Darüber hinaus sinken auch die Solarstrompreise seit Jahren massiv.
Wind- und Solarstrom senken zusätzlich die Preise an der Strombörse, wovon gerade die Industrie stark profitiert. Von einer Deindustrialisierung wie von Kommissar Oettinger an die Wand gemalt, kann also überhaupt nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Die erneuerbaren Energien sind inzwischen eine der wichtigsten Stützen des Industriestandortes Deutschlands.
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Stromnetze
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0349
Datum: 14. April 2011
Netze sind sicher
Anlässlich des Berichts der Bundesnetzagentur an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zu den "Auswirkungen des Kernkraftwerk-Moratoriums auf die Übertragungsnetze und die Versorgungssicherheit" erklärt Ingrid Nestle, Sprecherin für Energiewirtschaft:
Mit dem jetzt bekannt gewordenen Bericht der Bundesnetzagentur wittern die Atombefürworter ihre letzte Chance: Panik machen mit der angeblichen Instabilität der Stromnetze.
Doch der Bericht bestätigt: Die Meiler können auch nach dem Moratorium vom Netz bleiben. Die erzeugungsseitige Versorgung ist dauerhaft gesichert.
Die Bundesnetzagentur liefert außerdem konkrete Vorschläge, wie die Bundesregierung die Versorgungssicherheit zusätzlich erhöhen kann. Zum Beispiel können alle verfügbaren Kraftwerke ihren Teil zur Netzsicherheit beitragen. Diese Vorschläge der Behörde muss die Bundesregierung jetzt umsetzen, wenn sie es mit dem Atomausstieg ernst meint.
Vor allem zeigt der Bericht aber eines: Es ist ein Skandal, dass die Regierung keinerlei eigene Einschätzung zur Netzsicherheit hat. Sie ist in ihren Bewertungen für die Versorgungssicherheit allein auf die Aussagen der Übertragungsnetzbetreiber angewiesen. Deshalb müssen die Netzdaten veröffentlicht werden und eine unabhängige Bewertung in der Fachbehörde stattfinden. Die Stromnetze und damit die deutsche Energiezukunft gehören unter demokratische Kontrolle.
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Stromspeichertechnik
Neue Technologie:
Methangas als Stromspeicher
Ein Video dazu finden Sie unter folgendem Link:
http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=1&ved=0CB0QtwlwAA&url=http
%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D_6cRwiATawU&ei=nKmdTa-LlsyRswbenKG_BA&usg=AFQjCNGZ5-yGi5cblt0519cP0DViJsMnPa
Neuer Erlass für Windenergie
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
1/11 Düsseldorf, 16. Februar 2011
Windenergieerlass
Frischer Wind für NRW
Zum Entwurf des Windenergieerlasses erklärt Dipl.-Ing. (FH) Wibke Brems MdL, Sprecherin für Energie und Klimaschutz:
„Es wird Zeit, dass NRW aus dem energiepolitischen Windschatten der anderen Bundesländer heraustritt und die Weichen für eine Zukunft der Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern gestellt werden.
Der Windenergieerlass ermöglicht es Kommunen nach fünf Jahren restriktiver Anti-Windenergie-Politik endlich eigenständig und flexibel über Windenergiestandorte vor Ort zu entscheiden.
Insbesondere die pauschalen Verbote und Beschränkungen für die Errichtung von Windenergieanlagen wurden aus dem neuen Erlass herausgenommen, um den kommunalen Spielraum zu erweitern und eine Entscheidung für oder gegen Windenergie an die Gegebenheiten vor Ort anpassen zu können. Mit diesem Erlass werden wir unserer Verantwortung gegenüber den Kommunen, dem Klima, wie auch dem Naturschutz und den Bürgern in gleichem Maße gerecht. Anstelle restriktiver Verhinderungsinstrumente gehen wir damit einen neuen Weg der Ermöglichung und Klarstellung.
An der Stelle, wo die alte schwarz-gelbe Landesregierung der Nutzung der Windenergie den Wind aus den Segeln nahm, weht jetzt endlich eine frische Brise.”
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verantwortlich:
Sebastian Schaffer
- Pressesprecher -
Tel.: 0211 884 2180
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